Slow Food statt Fast Food – Essen für die Zukunft - GREEN TRAVEL BLOG

Slow Food statt Fast Food – Essen für die Zukunft

Slow Food statt Fast Food – Essen für die Zukunft
Slow Food vom Hausherren an der langen Gästetafel. © Villa Breitenberg

Jeden Tag beim Essen treffen wir Entscheidungen: für unseren Körper und unsere Gesundheit, aber auch für die Umwelt und die Landwirtschaft. Die Slow Food Bewegung steht für mehr als nur langsames Essen – für gute, saubere und faire Lebensmittel.

 

Die internationale Bewegung und Vereinigung Slow Food möchte mit Genuss und Verantwortung die Zukunft unserer Ernährung sichern – und auch in den Küchen unserer nachhaltigen Hotels finden sich einige Slow-Food Mitglieder. Seit 33 Jahren gibt es die Slow Food Bewegung mittlerweile schon: Gegründet wurde sie von dem Journalisten und Soziologen Carlo Petrini in der norditalienischen Kleinstadt Bra – und einen Besuch dort könnt ihr übrigens wunderbar mit einem Urlaub im kleinen Eco-Dorf Sagna Rotonda im Piemont verbinden.

 

Gut, sauber & fair

Für die Slow Food Vereinigung ist es wichtig, dass die Lebensmittel gut (lecker & frisch), sauber (ohne die Ressourcen zu belasten und weder für Menschen noch für Natur und Tiere schädlich) und fair (von der Herstellung bis zum Verzehr) hergestellt sind. Und dem können wir nur zustimmen! Unser Leben wird immer schneller und vernetzter – wie schön ist es da, sich für seine Mahlzeiten ganz bewusst Zeit zu nehmen und sie zu genießen. Wenn die Zutaten dann nicht nur gut für uns, sondern auch für unsere Welt sind, schmeckt es doppelt so gut.

 

Ankommen, wohlfühlen und entspannen – beim Essen im Biohotel Sturm

Im Biohotel Sturm in der Röhn lautet das Motto „Ankommen, wohlfühlen und entspannen“ – und dazu trägt auch die Küche bei. Schon seit 2006 ist das Bio-Hotel Mitglied von Slow Food Deutschland. Alle Zutaten für die Küche des À-la-carte-Restaurants schulze|s stammen aus biologischem Anbau und die meisten Lebensmittel kommen aus eigener Erzeugung direkt aus der Rhön oder aus den umliegenden Regionen. Ein Großteil der Lebensmittel wird sogar im eigenen Haus hergestellt, wie zum Beispiel Marmelade aus Gartenfrüchten, Chutney, Sirup und frisch gebackenes Brot. Lecker!

Vom Kräuter- und Naschgarten frisch auf den Teller im hauseigenen Restaurant
Vom Kräuter- und Naschgarten frisch auf den Teller im hauseigenen Restaurant. © Biohotel Sturm

 

Wer im Biohotel Sturm zu Gast ist, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, durch den Kräuter- und Naschgarten zu schlendern. Hier darf nämlich probiert werden! Und vielleicht entdeckt ihr ja, was am Abend auf eurem Teller sein könnte. Mit seiner Mitgliedschaft bei Slow Food stärkt das Hotel übrigens nicht nur den lokalen ökologischen Landbau, sondern trägt auch zur Erhaltung regionaler Produkte und traditioneller Spezialitäten wie der Rhöner Bachforelle, dem Rhönschaf oder der typisch Fränkischen Bratwurst bei.

 

Fantasievolle Slow Food Gerichte an der langen Gäste-Tafel

Auch die Villa Breitenberg im Bayrischen Wald ist Slow Food Mitglied – und hier werdet ihr mit einer gesunden und leckeren Küche vom Hausherren verwöhnt: Guido Hettler und seine Küchen-Crew bewirten die Gäste (auf Voranmeldung) mit einem täglich wechselnden Abend-Menü an einer langen Tafel. Denn gemeinsam essen macht einfach am meisten Spaß!

Dinner Villa Breitenberg
Die lange Gästetafel lädt zum Genießen und Unterhalten ein. © Villa Breitenberg

 

Die Spezialität des Küchenteams sind fantasievolle vegetarische Menüs und eine klassische Fleisch-Küche, die bewusst alle Teile des Tieres – „nose-to-tail“ – verwendet. Die jahreszeitlich wechselnden Zutaten stammen bevorzugt aus Demeter-Betrieben aus der Region. Übrigens: Für Ausflüge und Touren könnt ihr euch von der Villa Breitenberg ein Picknick mit Leckereien zusammenstellen lassen.

 

„Ehrliche Küche“ am Weißensee

Küchenchef Hannes Müller und eine seiner Kreationen
Küchenchef Hannes Müller und eine seiner Kreationen. © Genießerhotel Die Forelle

Seit zehn Jahren verfolgt Hannes Müller, Besitzer und Haubenkoch im Genießerhotel Forelle am Weißensee, das ambitionierte Ziel der „Importautarkheit“, also den Verzicht auf Importwaren. „Ehrliche Küche“ lautet sein Grundsatz und nur unverfälschte, hochwertige Lebensmittel werden beim Kärntener Slow Food Mitglied verwendet. Der Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt das Menü und Hannes und sein Team kreieren täglich ein Abendmenü, das zu 99% ohne den Import von Waren auskommt.

Gekocht wird nach Saison und Verfügbarkeit – anstatt Obst im Winter anzubieten, gibt es eben Wurzelgemüse und beim Frühstücksbuffet anstelle von Orangensaft Trauben- und Apfelsäfte. „In einer Zeit, in der alles verfügbar ist, ist Reduktion das Mittel wirkliche Qualität wieder zu fühlen und zu schmecken,“ erläutert Hannes seine Beweggründe.

 

„Green & Glocal“ über den Dächern Mailands

Eine leckere Küche und das Zelebrieren der Mahlzeiten mit der Familie und Freunden sind typisch für Italien. Prinzipien der Slow Food Bewegung vereinen sich deshalb ideal mit der italienischen Esskultur. Inmitten der Altstadt Mailands befindet sich auf dem Dach des Hotel Milano Scala ein urbaner Garten, der das Restaurant mit Kräutern, saisonalem Obst und Gemüse versorgt. „Green & Glocal“ ist das kulinarische Konzept des Null-Emissions Hotels und so sollen alle Zutaten möglichst wenige Kilometer hinter sich haben. Die Frische der Lebensmittel schmeckt man – und besonders lecker wird das Abendmenü, wenn ihr es mit einem grünen Aperitif auf der Dachterrasse im achten Stock mit 360 °-Panorama Ausblick über die Stadt beginnt!

 

Garten & Dachterasse mit Blick über Mailand.
Garten & Dachterasse mit Blick über Mailand. © Hotel Milano Scala

 

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