Hand hoch, wer hat im Urlaub schon einmal ein Selfie von sich gemacht? Und hast du dir vorher lange Gedanken darüber gemacht, wo man es aufnimmt und wie man sich präsentiert? Das Selfie gehört zu den Urlaubsfotos, die auf Instagram mit am häufigsten geteilt werden. Immerhin beweist es, dass man tatsächlich an den wunderschönen Orten war, von denen man erzählt. Instagram auf Reisen – Das gehört inzwischen einfach mit dazu.
Natürlich sollen unsere Bilder genauso schön sein, wie die der Travel Influencer, denen wir auf Instagram und Co. folgen. Vielleicht wählst du dein Hotel nicht nach seiner „Instagramability“, wie es einige Influencer*innen tatsächlich tun. Trotzdem freust du dich wahrscheinlich, wenn es einen oder zwei Spots gibt, an denen du dein Urlaubs-Hotel-Selfie machen kannst. Unsere Partner und wir verraten dir gleich die mal mehr, mal weniger geheimen Spots für das perfekte Selfie. Vorher schauen wir uns aber an, was Instagram mit nachhaltigem Reisen zu tun hat und wie die sozialen Medien unser Reiseverhalten beeinflussen.
Instagram auf Reisen: Die Instagramability von Orten
Für das Phänomen, Orte danach zu beurteilen, wie gut man sie auf Instagram und anderen sozialen Medien teilen kann, gibt es inzwischen einen Begriff: Instagramability. Ob ein Ort „insta-worthy“, also es wert ist, auf Instagram geteilt zu werden, richtet sich nicht nur danach, wie schön er ist, sondern auch wie gut man ihn oder sich selbst dort in Szene setzen kann. Das kann positiv sein, hat aber auch negative Auswirkungen, die wir besonders als nachhaltig Reisende nicht außer Acht lassen sollten.
Es geht aber auch anders: Viele Hotels haben zauberhafte Orte, die sich perfekt für dein Urlaubsselfie eignen. An diesen Locations kannst du wunderschöne Fotos von dir machen, ohne dass die Natur leidet.
Gefahren eines Instagram-Ortes
Vielleicht ist dir beim Lesen auch gerade das Beispiel des natürlichen Infinity Pools im Nationalpark Berchtesgaden eingefallen. Wenn nicht, dann haben wir hier eine kurze Zusammenfassung für dich: Eine Influencerin mit hoher Reichweite postete ein Bild von diesem Ort mit einer genauen Ortsangabe. Inzwischen sind die beiden Wanderwege dorthin gesperrt worden. Der Grund: Viel zu viele Menschen strebten in den letzten Jahren dorthin, um das perfekte Selfie zu machen. Die Massen an Menschen, die sich nicht an das Wegegebot des Nationalparks hielten, Trampelpfade quer durch die Natur schufen, ihren Müll hinterließen und so das empfindliche Ökosystem zerstörten.
Wie dem Infinity Pool ergeht es auch vielen anderen Orten weltweit. Sie wurden durch Instagram berühmt und dann von einem Ansturm von Selfie-Machenden überrollt, dem sie nicht gewachsen waren und sind. Dazu kommt: Viele Menschen überschätzen sich und riskieren für das vermeintlich perfekte Selfie schwere Verletzungen, Stürze oder manchmal sogar ihr Leben.

Instagram auf Reisen oder Reisen für Instagram?
Wie oft warst du schon an einem Ort, nur um ein Foto davon zu machen? Sei ehrlich! Besonders bei berühmten Sehenswürdigkeiten erwischen wir uns immer wieder dabei, nur hinzugehen, um ein Häkchen auf der virtuellen Liste zu machen. Wirklich genießen tun wir den Aufenthalt auf dem Markusplatz in Venedig oder vor dem Pariser Eiffelturm nicht. Schließlich ist man dort umgeben von jeder Menge anderer Touristen, die gerade dabei sind ein Selfie zu machen 😉
Zum nachhaltigen Reisen gehört auch ein nachhaltiger Umgang mit den sozialen Medien. Orte nur kurz zu besuchen, um DAS Selfie zu machen und dann direkt weiterzureisen, ist nicht besonders nachhaltig. Es bringt den Menschen vor Ort nämlich gar nichts. Im schlimmsten Fall hinterlässt man nichts als negative Effekte auf die Wirtschaft, die sozialen Strukturen oder die Umwelt.
Was kannst du dagegen tun?
Gehen wir einmal davon aus, du hast bei einer Wanderung einen besonders schönen Ort entdeckt. Vielleicht einen natürlichen Pool, eine verzauberte Lichtung oder einen Felsen mit traumhafter Aussicht. Du willst dein Erlebnis natürlich auf Instagram teilen. Um den Ort zu schützen, solltest du jedoch auf eine genaue Koordinatenangabe verzichten.
Wenn du selbst einen Instagram-Hotspot besuchst, riskiere nichts für ein Foto. Bleib auf den Wegen und halte Abstand zu brüchigen Kanten. Selbstverständlich sollte sein, dass du deinen Müll wieder mitnimmst. Auch hier: Wenn du das Foto postest, nutze nicht die genaue Ortsangabe, selbst wenn es sich um einen bekannten Spot handelt. So trägst du nicht selbst zu weiteren Bekanntwerdung bei und teilst trotzdem deine Reiseerinnerung mit deinen Followern.
So gelingt dir das perfekte Urlaubsselfie: Tipps und Tricks für Instagram auf Reisen
Egal ob bekannter Spot, Hotellobby oder selbst gefundener Geheimtipp: Für das perfekte Selfie braucht es nicht viel. Vielleicht ist es dir sogar ganz egal, wie es am Ende aussieht und du möchtest einfach nur eine Erinnerung festhalten (oder deine daheimgebliebenen Lieben wollen ein Lebenszeichen). Dennoch kannst du dein Selfie mit ein paar einfachen Tricks auf ein neues Level heben, ganz ohne Beautyfilter und Retusche.
3. Perspektive
Fotografiere dich am besten leicht von oben. So entsteht kein Doppelkinn durch einen nach unten geneigten Kopf. Auch Schatten unter den Augen kannst du so ein wenig wegschummeln. Oder du fotografierst dich von hinten mit einem Selbstauslöser (ja, auch das geht als Selfie durch ;) ) | ©Hotel Das Rübezahl


