Nach über zwei Jahren Pandemie mag kaum einer noch das Wort „Corona“ hören. Doch auch wenn wir die vielen negativen Seiten nicht minimieren wollen, so hatte das Virus auch positive Auswirkungen au die Umwelt und die Einstellung der Menschen zum Thema Nachhaltigkeit zum Beispiel.
Zwar ist das Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen – nicht zuletzt auch durch Greta Thunberg und die „Fridays for Future“-Bewegung – doch Corona hat Menschen gezeigt, dass wir der Natur zu nah kommen.

Auswirkungen der Pandemie
In Venedig zum Beispiel. Hier kam es zur Aufklärung des normalerweise schlammigen, aufgewühlten Wassers in den Kanälen. Die Ursache dafür? Der fehlende touristische Bootsverkehr, der schon seit Jahren kritisiert wird. Schon lange sieht man keine Fische mehr Corona hat das geändert. Auch Delfine haben die leeren Kanäle genutzt, um sich in aller Ruhe Venedig anzuschauen. Wie mehrere Medien berichten, sind im März 2021 zwei Delfine dabei beobachtet worden, wie sie am berühmten Markusplatz vorbei in Richtung des Canal Grande schwammen.
Auch in Thailand hat sich der fehlende Tourismus in der Natur positiv bemerkbar gemacht. Es wurden wieder riesige Fischschwärme gesichtet, die seit Jahren ausblieben und Korallen begannen sich zu erholen.
Der „Earth Overshoot Day“ („Erdüberlastungs-“ oder „Welterschöpfungstag“) verschob sich infolge der weltweiten Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus vom 29. Juli im Vorjahr um drei Wochen nach hinten auf den 22. August 2020. Das entspricht etwa dem Stand von 2005 oder 2006.

Aussichten auf die Zukunft
Was bedeutet das für unsere Zukunft? Keine Reisen in fremde Länder? Oder gar: überhaupt kein Tourismus mehr? Natürlich nicht!
Stattdessen sollten die Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren uns lehren, mehr Wert auf nachhaltige Optionen zu legen, um die Regeneration der Natur nicht wieder rückgängig zu machen. Und genau hier kommen die Projekte der Green Pearls ® Partner ins Spiel.
Die Unterkünfte achten genau auf den ressourcenschonenden Umgang mit der Natur, um die Minimierung des ökologischen Fußabdruckes und um ein faires und soziales Miteinander. Um das zu gewährleisten, engagieren sie sich in vielen ökologischen und sozialen Projekten.
Das Farmhouse Smiling Gecko in Kambodscha engagiert sich beispielsweise sehr im sozialen Bereich, da die Auswirkungen des Vietnamkrieges und der Schreckensherrschaft der Roten Khmer im Land noch immer spürbar sind. Dabei wurden damals große Teile der Infrastruktur sowie staatliche Organisationen zerstört.

Soziales Engagement
Die Folge? Die Bevölkerung litt unter Armut und Bildungsmangel. Kambodscha zählt heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Wenn ihr Urlaub im Farmhouse macht, unterstützt ihr es dabei Einheimischen eine nachhaltige Ausbildungs- und Beschäftigungsstätte zu bieten. Durch die Kooperation mit der Schweizer Stiftung Fundaziun Uccelin wird beispielsweise das Küchen- und Service-Team von wechselnden Uccelin-Absolventen unterstützt und ausgebildet.
Und was genau der Anbau von Vanille damit zu tun hat, die Jobsituation zu verbessern, könnt ihr im Blog „In den Gärten der Green Pearls Partner“ nachlesen.
Die Kasbah du Toubkal im marokkanischen Atlas-Gebirge liegt in der Nähe von Marrakesch und hat den Plan in den nächsten 5 bis 10 Jahren einen klimaneutralen Aufenthalt bieten zu können. Ein Beitrag, den sie dafür leisten wollen? Wacholder-Bäume pflanzen.
Einsatz für die heimische Flora
Der immergrüne Baum ist heimisch in den hohen Bergen des Atlas-Gebirges und ihr könnt ihn bei euren Erkundungstouren durch die Berglandschaft immer wieder entdecken. Aber der Bestand geht immer weiter zurück. Ein Grund dafür ist wohl, dass es nicht so einfach ist, sie zu züchten und die Wacholder-Bäume nur sehr langsam wachsen. Mit einem speziellen Stück Land in der Nähe der Kasbah könnte der Bestand wieder aufgeforstet werden. Die Setzlinge könnten anschließend auch an anderen Orten im Nationalpark gepflanzt werden.

Kurz vor der Umsetzung kam dem marokkanischen Hotel zwar die Pandemie in die Quere, aber die Pläne sind deswegen trotzdem noch nicht komplett verworfen. Neben dem Einsatz für die Umwelt engagiert sich das Team der Kasbah du Toubkal auch sozial, indem es die Einrichtung der Imlil Village Association mit einem 5 %-igem Übernachtungszuschlag unterstützt.
Mithilfe jeder Übernachtung unterstützt ihr die Vereinigung dabei, tolle Projekte umzusetzen. So wurde bereits eine Schule für 80 Kinder in einem abgelegenen Tal sowie der erste Hammam der Region erbaut, ein Abfallentsorgungssystem finanziert und Imlil Village Association ermöglichte den ersten Krankenwagen und Fahrer des Gebiets.
Soziale Projekte unterstützen

Auch im europäischen Raum engagieren sich die Green Pearls® Partner natürlich im Umweltschutz und sozialen Bereich. Das CERVO Mountain Resort im schweizerischen Zermatt liegt am Fuße des Matterhorns. Neben eigenen Projekten wie dem monatlichen Suppentisch und Gemüsemarkt beteiligt sich das Resort auch an einigen anderen Projekten.
So zum Beispiel bei dem Verein „Lebensraum Zermatt“, der sich für einen nachhaltigen Ausbau der Stadt engagiert. Auch an der dezentralen Institution „Mitmänsch“ beteiligt sich das CERVO. Das Ziel der Organisation ist es, Menschen mit Beeinträchtigung bei der selbstbestimmten Gestaltung ihres Lebens zu unterstützen.
Was aktuell noch auf dem Plan steht? „Wir bemühen uns, das Thema Nachhaltigkeit in alle Bereiche des Hotellebens zu integrieren. Ein tolles Projekt, welches diesen Sommer umgesetzt wurde, war der hauseigene Kräutergarten“, heißt es aus dem schweizerischen Hotel. Hier werdet ihr also mit Leckereien verwöhnt, die im Hotel gewachsen, geerntet und verarbeitet wurden.
Optimierung des Hotelkonzeptes

Außerdem wird in Zermatt noch an der Optimierung unseres Energiekonzepts sowie der ständigen Erweiterung unserer Wertschöpfungskette mit neuen innovativen Produkten gearbeitet.
Ein eigenes Energiekonzept ist derzeit auch im Lifestylehotel SAND in Planung. Dafür haben sich Marion und Lambertus Muller sie sich einen Energieexperten ins Haus geholt, der einige Verbesserungsvorschläge gemacht hat. Die müssen nun umgesetzt werden.
Das Hotel am Timmendorfer Strand hat sich zudem dem deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) verschrieben. Um diesen zu erfüllen, erstellen Anwender in der Datenbank eine Erklärung zu zwanzig DNK-Kriterien. Die regelmäßige Berichterstattung macht die Entwicklung des Unternehmens im Zeitverlauf sichtbar.
Neben dem ökologischen Engagement unterstützt das SAND beispielsweise auch das örtliche Berufsbildungswerk für Jugendliche mit Lernschwächen. Dafür führen sie Übungsbewerbungsgesprächen, bieten Praktikantenwochen an oder stellen Lehrer im Rahmen eines Schüleraustausches Unterkünfte zur Verfügung.
Wie durch die Projekte der Green Pearls Partner seht, geht Urlaub auch nachhaltig – und sozial! Ihr müsst nur bei der Wahl eurer Unterkunft darauf achten, ob sie sich für Umweltschutz und soziale Initiativen engagiert oder nicht.
Wisst ihr, was noch einen Einfluss auf euer tägliches Leben hat? Euer Essen. Schaut euch das mal an: Slow Food- Besser essen
HAT DIR DER ARTIKEL GEFALLEN? TEILE IHN!



