Schöne Parks in Deutschland

Grüne Oasen in der Stadt – 4 schöne Parks in Deutschland

Grüne Oasen in der Stadt – 4 schöne Parks in Deutschland
Gartenschlauch mit Wasserhahn von Claes Oldenburg BILD: Wikimedia Commons

Der Mangel an Bäumen und Grünflächen war lange Zeit ein spezifisches Merkmal der Stadt. Lag diese doch hinter der Stadtmauer und beschützte die Bewohner vor der wilden Natur und anderen Feinden. In vielen Altstädten kannst du dies noch heute spüren, wenn du durch die schmalen Gassen gehst: Geometrie, Ordnung und Stein – damit fühlten sich die Menschen viele Jahrhunderte lang wohl. Erst im 18. Jahrhundert wurden schöne Parks in Deutschland gegründet und laut dem Statistischen Bundesamt werden es sogar immer mehr. 

Dies unterstreicht die hohe Bedeutung, die gerade Stadtbewohner den Grünflächen beimessen. Vielleicht ist es dir selbst gar nicht so bewusst, doch Studien belegen, dass nur wenige Minuten in der Natur unsere Stimmung heben! Wenn es in der Wohnung zu warm ist und du schon anfängst, an den Möbeln zu kleben, bietet dir ein Park kühle Schatten, weite Blickachsen, huschende Eichhörnchen und zwitschernde Vögel, an denen du dich erfreuen kannst. 

 

“Mehr Bäume und weniger asphaltierte Flächen tragen dazu bei, dass Regenwasser versickert und verdunstet, Gebäude gekühlt werden und sich die Stadt im Sommer weniger aufheizt. Und weil das Grün den Feinstaub bindet, wird die Luft sauberer.” – Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz

 

Aromagarten in Erlangen

Nachhaltige Gärten in der Stadt
Der Aromagarten in Erlangen im Juni BILD: Wikimedia Commons

 

Erlangen ist eine deutsche Großstadt in Bayern, die gleich mehrere berühmte Parks besitzt. Bekannt sind z. B. der Schlossgarten Erlangen, eine große Barockgartenanlage, oder der Botanischen Garten mit eigener Tropfsteinhöhle. Als “Geheimtipp” hat uns das Creativhotel Luise, allerdings den Aromagarten in Erlangen empfohlen. “Er hält, was er verspricht”, berichten die Erlanger. Er beherbergt über 100 duftende Gewächse. Viele enthalten ätherische Öle. Es finden auch regelmäßig Führungen und Workshops dort statt (z. B. zur Bedeutung der “Aromapflanzen in der Arzneimedizin”).

Oft gestresst? Dann rieche doch mal an der Melisse – ihr Duft wirkt entkrampfend und beruhigend.

Weblink: Aromagarten 

 

Grünspangen und Pop Art in Freiburg 

Stadtgarten
Der Stadtgarten in Freiburg BILD: Wikimedia Commons

 

Die Bewohner der Universitätsstadt Freiburg im Breisgau haben im Vergleich zu anderen Großstädten weniger Grünfläche. Nämlich ca. 18 Quadratmeter pro Einwohner im Vergleich zu rund 23 Quadratmeter Durchschnitt in Baden-Württemberg.

Dafür gibt es aber einen Park mit einer Skulptur von Claes Oldenburg! Falls du diesen schwedisch-amerikanischen Künstler noch nicht kennst, solltest du ihn unbedingt mal googeln und wenn möglich mal eine Ausstellung besuchen. (Ich bin ein riesen Fan!) Neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein ist er einer der größten Vertreter der amerikanischen Pop-Art und erst kürzlich (2022) verstorben.

 

Claes Oldenburgs Skulptur “Gartenschlauch mit Wasserhahn” (1983) steht im Eschholzpark und sollte daran erinnern, dass im Stadtteil Stühlinger 370 Kleingärten für Stadtbaumaßnamen weggefallen sind. Mit dem Eschholzpark bekamen die Bewohner dann 1982 (drei Jahre nach dem Abriss) etwas Grün zurück. 

 

Weiterhin gibt es in Freiburg den Stadtgarten und den Stadtteil Vauban, in dem es gleich fünf Grünspangen gibt, die besonders für Kinder viele Spielmöglichkeiten bieten. In diesem grünen Stadtteil, der teilweise sogar autofrei ist, befindet sich auch das Green City Hotel Vauban mit seiner begrünten Fassade.

 

Weblink: Landschaftsarchitekten in Vauban

 

Schattenspendende Bäume im Kurpark Bad Herrenalb

Schöne Parks in Deutschland
Im Kurpark findest du im Sommer Erfrischung und Schatten. © SCHWARZWALD PANORAMA

 

Wenn du zu denjenigen gehörst, die eine besondere Liebe zu Bäumen haben, dann wirst du dich im Kurpark Bad Herrenalb wohlfühlen, den uns das SCHWARZWALD PANORAMA empfohlen hat. Du findest hier z. B. Silberahorn, Traubenkirsche, Felsbirne, Blumenesche oder Tulpenbäume. Die Kurparkgärtner beachten bei der Bepflanzung auch den Klimawandel. 2021 wollte z. B. ein prominenter Bürger dem Park eine Fichte spenden. Die Gärtner lehnten ab. Fichten seien den Belastungen des Klimawandels nicht gewachsen und könnten leicht unter “Trockenstress” leiden. Am Ende einigte man sich dann auf eine Hängeulme.

Durch den Kurpark fließt auch das Flüsschen Alb, es gibt einen speziellen Dahlien- und Pfingstrosengarten, ein Baumhaus für acht Personen und viele versteckte Liegewiesen und Spielmöglichkeiten.

 

Weblink: Kulturpark Bad Herrenalb

 

Wilde und schöne Parks in Deutschland – Liegen erlaubt

Das englische Wort “Park” beinhaltet eine feste Begrenzung (denke zum Beispiel an den Parkplatz). Auch wenn die Stadtmauern im 19. Jahrhundert wegfielen (sie waren der Kriegstechnik ohnehin nicht mehr gewachsen und die Städte explodierten), hatten Parks immer Zäune und Tore. Das Gleiche galt für die Grünflächen innerhalb des Parks. Da gab es die Wege – und links und rechts davon war ein niedriger Zaun. Ein schön angelegter Teich – darum begrenzende Hecken. Eine große Wiese – nur zum Schauen! Dass man sich auf die Wiese legt, war früher gar nicht vorgesehen. Dies habe ich in einer Führung über den Kölner Volksgarten gelernt. Ein Parkbesuch bedeutete: Man flaniert über die Wege und betrachtet die Natur.

 

Heute hat sich das Verhalten von Parkbesuchern grundlegend geändert. Es gibt zwar immer noch eine Reihe von Verbots- und Gebotsschildern (Hunde anleinen, kein Feuer etc.) doch eigentlich kannst du dich im Park frei fühlen, und spielen oder picknicken, wie du magst. 

 

20.000 Quadratmeter Naschgarten

Kräuter Garten Sommer
Hier ist Pflücken und Naschen erlaubt. © STURM

 

Im 20.000 Quadratmeter großen Hotelgarten, den das STURM in Mellrichstadt angelegt hat, darfst du sogar alles aus dem Park naschen, was hier an den Bäumen und Sträuchern wächst. Eine besondere Anregung für die Sinne ist zudem der Barfußpfad.

 

Der Park ohne Zaun ist ein Ha-Ha

Die ersten Parks ohne Zaun entwickelte man übrigens in England, der Mutter europäischer Parkanlagen. Es handelte sich um einen “abgesenkten Zaun” innerhalb eines geschützten Gartens, wo die Besucher den ungehinderten Blick auf die Natur genießen konnten. Wenn die Parkbesucher dies sahen, sagten sie “Ha-ha” oder “Ah-ha”. Bis heute gibt es Ha-Ha Parks in England. Ihr wichtigstes Merkmal: “The element of suprise”.

 


Speichere dir die Parks als Inspiration für deinen nächsten, nachhaltigen Städtetrip!

Entdecke vier Grüne Oasen in deutschen Städten

Der Pin zeigt zwei Stadtparks in Deutschland, grüne Oasen zur Erholung


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