Unser Wald übt eine beinahe magische Anziehung auf uns aus. Die hohen Bäume um uns herum, lassen uns selbst und unsere Probleme auf einmal ganz klein erscheinen. Wir spüren, dass wir nur Gast in diesem einzigartigen Ökosystem sind.
Unser Wald als Lebensraum
Allein in den europäischen Wäldern leben tausende verschiedener Tier- und Pflanzenarten. Wenn wir uns die Regenwälder der Tropen anschauen, werden es sogar noch mehr: Über die Hälfte aller bekannten Spezies leben in den tropischen Regenwäldern unserer Erde.
Übrigens: Der größte Teil davon zählt, sowohl in der gemäßigten Zone als auch im Regenwald, zu den Insekten.
Die Tiere, Pflanzen und Pilze des Waldes bilden eine Lebensgemeinschaft, die sich gegenseitig beeinflusst. Das Gleichgewicht ist allerdings sensibel und kann durch äußere Einflüsse und Extreme schnell ins Wanken gebracht werden. Dazu zählt neben Rodungen auch der Klimawandel und die damit einhergehenden Folgen wie ein verstärkter Schädlingsbefall und Waldbrände.

Problem I: Trockenheit und Schädlinge
Spätestens in den letzten Jahren ist es sogar für Laien offensichtlich: Unseren Wäldern hier in Deutschland geht es schlecht. Überall sieht man braune, trockene Flecken in dem dichten Grün. Die letzten, extrem heißen Sommer haben den Boden bis tief hinunter ausgetrocknet und das macht die Bäume anfällig für Schädlinge wie zum Beispiel Borkenkäfer. Diesen durchbohren mit ihren Rüsseln das Holz unter der Borke und machen dem ohnehin geschwächten Baum den Garaus.
Viele unserer Wälder sind zudem Monokulturen. Diese laugen nicht nur den Boden aus, sie sind auch gegenüber Schädlingen und Dürre kaum resistent.
Problem II: Waldbrände
Die bis in den Boden reichende Trockenheit sorgt auch dafür, dass Waldbrände leichter ausgelöst werden und sich schneller und weiter ausbreiten. Erst vor kurzem brannte eine Waldfläche von über 250 Hektar in Sachsen und Brandenburg. Auch in den Jahren zuvor gab es immer wieder Waldbrände, bei denen mehrere Hundert Hektar Wald verloren gingen.
Diese Waldbrände sind nicht mit natürlichen Waldbränden vergleichbar. Letztere gab es schon immer und sie bildeten einen wichtigen Bestandteil im Kreislauf des Waldes, da sie oberflächlich den Waldboden freibrannten und die Asche als Dünger fungierte. Die Wurzeln der Bäume wurden dabei jedoch nicht zerstört, anders als zum Beispiel bei den großen Bränden 2018 in Brandenburg.
Problem III: Rodung
Jedes Jahr verlieren wir 9 Millionen Hektar des tropischen Regenwalds. Nicht durch Schädlinge oder Waldbrände, sondern durch unsere eigene Hand. Denn auch wenn ihr und wir nicht selbst die Axt in der Hand haben, nutzen auch wir Produkte, die daraus resultieren, dass der Regenwald abgeholzt wird. Sei es für riesige Palmölplantagen, Sojafelder, Rinderweiden oder den Abbau von Bodenschätzen.

Lasst uns unsere Wälder retten!
Ein erster Schritt ist, klimafreundlicher zu leben und uns aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel der Verzicht auf tierische Produkte, das Fahrrad zu nehmen statt des Autos und möglichst plastikfrei und achtsam einzukaufen. Das hilft den Wäldern überall auf der Erde.
Aber auch kurzfristige Maßnahmen gibt es: Die Monokulturen hier in Deutschland werden langsam diversifiziert, z. B. durch Pflanzaktionen. Auch gibt es inzwischen ausgebildete Spürhunde, die einen Borkenkäferbefall wittern können, bevor es zu spät ist. So kann der befallene Baum entfernt werden und die anderen bleiben gesund.
Was auch hilft: Die vorhandenen Wälder zu schützen und zu stärken und sich selbst und andere zu informieren. Achtet bei einem Besuch im Wald darauf, euren Müll und am besten auch den von anderen wieder mitzunehmen. Feuer machen im Wald (auch in Form von Zigaretten!) ist besonders im Sommer absolut verboten. Außerdem solltet ihr immer im Kopf behalten, dass ihr nur Gast seid. Daher stört die Bewohner des Waldes nicht durch laute Musik und Geschrei und bleibt möglichst auf den Wegen. Die Tiere und Pflanzen danken es euch.
Den Wald erleben auf Reisen
Naturschutzgebiete in der Rhön
Der Kernbereich der Rhön in Deutschland ist ein Biosphärenreservat und umfasst zahlreiche Naturschutzgebiete und jede Menge Wälder. Diese werden vom Menschen in Ruhe gelassen (ihr erinnert euch: nur Gast sein) und können sich natürlich entwickeln.
Nur wenige Kilometer vom Biohotel Sturm entfernt findet sich das Naturschutzgebiet Lange Rhön, das größte deutsche Naturschutzgebiet außerhalb der Alpen. Die ausgedehnten Laubwälder lassen euch erahnen, wie es früher auch an vielen anderen Orten ausgesehen haben könnte: hohe Bäume, raschelndes Laub und jede Menge Leben.
Wanderwege durchziehen das Gebiet, die sich in eurem eigenen Tempo erkunden lassen. Ob kurz oder lang, nutzt den Moment umgeben von den uralten Bäumen und zum Teil gefährdeten Pflanzenarten, um durchzuatmen. Bleibt einmal stehen, lauscht der Natur und nehmt ganz bewusst die Geräusche und Gerüche war. So ein wenig Waldbaden macht die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.
Wer noch mehr Verbindung mit der Natur und dem Wald möchte, der zieht die Schuhe aus und spürt den Waldboden unter sich. Falls ihr das nicht im Wald machen wollt, könnt ihr dafür auch den Barfußpfad im Biohotel Sturm nutzen. Die unterschiedlichen Untergründe lassen euch achtsamer mit eurer Umgebung werden und schulen die Wahrnehmung für die kleinen Dinge.
Märchenwald auf Korcula
In der Nähe des Eco Aparthotels The Dreamers‘ Club gibt es einen fast verzaubert wirkenden Wald. Der Kocje Nature Park überrascht mit moosbewachsenen Felsformationen, Höhlen und grandiosen Ausblicken. Ein Geheimtipp, der sowohl von Einheimischen als auch Touristen gern besucht wird, lädt er doch zum Fantasieren und Gedanken schweifen lassen ein. Die verschiedenen Felsen regen eure Imagination an und das alles umfassende Grün wirkt beruhigend.
Auf dem Weg vom Hotel dorthin werdet ihr zudem mit wunderschönen Blicken über das Meer belohnt, sodass schon Hin- und Rücktour ein Erlebnis sind. Abends bei einem Drink auf der Veranda könnt ihr dann im Dreamers Club das Erlebe besprechen. Vielleicht genießt ihr aber auch schweigend die Erinnerungen an diesen besonderen Wald in Kroatien. Kocje macht mit jedem etwas anderes 🙂
Saubere Luft im Schwarzwald
Im Südwesten Deutschlands findet ihr das größte und höchste Mittelgebirge Deutschlands und zeitgleich wunderschöne zusammenhängende Wälder. Der Schwarzwald ist heute ein beliebtes Reiseziel. Zu Zeiten der Römer war er jedoch gefürchtet. Aus Angst vor den tiefen Wäldern, die wie ein schwarzes Loch wirkten, nannte sie das Gebiet Silva Nigra, schwarzer Wald.
Was den Römern Angst bereitete, ist heute der Grund dafür, dass es viele von uns dorthin zieht: unberührte, tiefe Wälder, unzählige Wanderwege unter den alten Bäumen, einer der höchsten Wasserfälle Deutschlands und saubere, frische Luft. Die Bäume filtern die Luft und machen den Schwarzwald so beinahe feinstaub- und ozonfrei. Nicht umsonst sind viele Orte anerkannte Luftkurorte. Bad Herrenalb zählt dazu und im SCHWARZWALD PANORAMA könnt ihr die gute Luft richtig genießen. Allein auf einer Wanderung, unterwegs mit einem der E-Bikes, die ihr euch im Hotel leihen könnt, oder beim geführten „Schwarz-Waldbaden“. Die Selfness-Leiterin Petra Himmel führt euch dabei durch Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, mit denen eure Sinne für die Natur geschärft werden.
Ihr wollt mehr über Waldbaden wissen? Dann lest das Interview mit Trainerin Lara, in dem sie euch erzählt, was Waldbaden ist und welche Vorteile ihr davon mitnehmen könnt.
Thailands tropische Wälder

Wenn ihr an Thailand denkt, fallen euch wahrscheinlich zu allererst weiße Strände und türkisfarbenes Meer ein, nicht wahr? Dabei sind etwa 40 Prozent des Landes von Wald bedeckt. Zum Vergleich: In Deutschland ist es knapp ein Drittel.
So findet ihr auch um die Green Pearls Zeavola, Keemala und The Tongsai Bay lockeren Regenwald, der sich über die Hügel ins Inland erstreckt. Die drei Luxusresorts fügen sich beinahe nahtlos in den Wald ein und schon bei einem Spaziergang über das Hotelgelände könnt ihr die besondere Atmosphäre des tropischen Waldes mit seinen Gerüchen, Vogelstimmen und Insektengezirp wahrnehmen.
Bei einer geführten Tour durch den Dschungel erfahrt ihr einiges über das Leben, dass sich sichtbar und unsichtbar vor euren Augen tummelt. Doch nicht nur deshalb empfehlen wir, eine Guided Tour zu machen und nicht einfach auf eigene Faust loszuziehen. Thailand ist ein tropisches Land und dementsprechend gibt es auch allerlei giftige Tiere, darunter Schlangen und Skorpione, die auch für den Menschen gefährlich werden können.
Ein weiteres Wald-Highlight in Thailand lässt sich am besten vom Wasser aus erleben. Die Mangrovenwälder, die immer wieder die Küsten einnehmen, können aber an einigen Orten, z. b. Koh Chang, auch zu Fuß erkundet werden. Mangroven sind eine Pflanzengesellschaft aus verschiedenen Baum- und Straucharten, die sich auch in salzhaltigem Wasser wohlfühlen. Die stelzenartigen Wurzeln verankern die Pflanzen im schlammigen oder sandigen Grund und bieten zahlreichen Tieren und vor allem deren Jungen Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten.

Mangroven sind stark gefährdet, vor allem durch die Abholzung zu Gunsten von Großprojekten wie Häfen, Hotels oder Pipelines. Mit einem Besuch und einer Tour mit lokalen Anbietern zeigt ihr, dass die Mangroven, wenn sie nicht abgeholzt werden, einen nachhaltigen wirtschaftlichen Benefit für die Region bringen können: Touristen, die sich für diesen einzigartigen Wald interessieren.
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Vielen Tieren Lebensraum,
für den Sauerstoff ein Quell,
für gesundes Klima essenziell;
das ist unser Freund der Baum.
UNSER FREUND, DER WALD
Tornados, Hitze, Wassernot;
Feuer wüten in Wald und Flur.
Das Wetter gerät aus dem Lot,
Klimawandel zieht seine Spur.
Borkenkäfer in der Kiefer,
auch zur Fichte zieht Geziefer.
Statt sattes Grün und Waldeslust,
kranke Bäume und Förster’s Frust.
Profitgier lässt Wälder schwinden,
fördert weltweit Umweltsünden.
Die grüne Lunge des Planeten
in Gefahr, da hilft kein Beten.
Zu viele Buchen und Eichen
mussten schon der Kohle weichen.
Jeder Baum, der zum Opfer fällt,
macht etwas ärmer uns’re Welt.
Den Niedergang abzuwenden,
liegt in unser aller Händen.
Retten wir den herrlichen Wald,
bewahren die Artenvielfalt.
Das oberste Gebot der Zeit
muss heißen Nachhaltigkeit.
Statt nur nach Profit zu streben,
im Einklang mit der Natur leben.
Kämpfen wir für Mutter Erde,
dass sie nicht zur Wüste werde.
Ökonomie und Ökologie im Verein,
der blaue Planet wird uns dankbar sein.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen