Mit der Serie „Pioniere der Nachhaltigkeit“ stellen wir euch immer wieder Persönlichkeiten vor, die uns aufgrund ihres nachhaltigen Engagements inspirieren. Heute geht es um Peter Unterlechner vom Biohotel Grafenast in Tirol.
„Ich habe das Glück, an einem Ort zu arbeiten und zu leben, der anderen als Urlaubspunkt dient. Das Aufhalten an einem Platz, der einem gut tut, ist etwas sehr Wertvolles“, erzählt Peter Unterlechner und man merkt sofort, wie tief seine Wertschätzung für seine Heimat verankert ist. Die Nähe zur Natur, Abgeschiedenheit, Ruhe und die Bedeutung von Wohlbefinden bilden daher auch heute die Seele des Biohotels Grafenast. Gebaut wurde das Hotel bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, als Peters Urgroßvater Toni Unterlechner hier seine Heimat fand und den Grundstein legte. Zu Beginn verirrten sich hierher Urlauber aus der Stadt, die auf dem Weg zum Kellerjoch einen Zwischenstopp einlegten. Doch schnell etablierte sich das Grafenast als Urlaubsziel.

Im Zeichen der Zeit
Seit damals haben sich viele Dinge verändert: Das ursprüngliche Gebäude wurde von den darauffolgenden Generationen nach und nach zur gegenwärtigen Form verändert und erweitert. Das Herzstück des Hotels bildet allerdings damals wie heute die Stube, die noch immer in ihrer Originalform zum Schlemmen und Verweilen einlädt. Die Nähe zur Natur spiegelt sich auch in den Zimmern des Biohotels Grafenast wider, die nach strengen ökologischen und nachhaltigen Kriterien eingerichtet sind. Natürliche, regionale Materialien wie Dinkelpolster und Lärchenholzböden sowie durchdachte Schlafsysteme schaffen eine gesunde und ruhige Umgebung. Noch eine Besonderheit: Die Zimmer sind frei von Elektrosmog!

Aufgewachsen mit der Natur
Peter und seine elf Geschwister sind mit Nachhaltigkeit in Form von Ökostrom, Mülltrennung, gesunden Lebensmitteln und regionalem Handel groß geworden. Ein Leben im Einklang mit der Natur war für ihn daher schon immer selbstverständlich. Dementsprechend ist Nachhaltigkeit auch kein neuer Ansatz, sondern lediglich mit der Industrialisierung verloren gegangen: „Wir müssen wieder lernen, mit der Natur umzugehen“, sagt er. „Jeder für sich, aber auch die Betriebe und ganz stark jene im Tourismus, weil sie daraus ihr Potenzial für die Zukunft schöpfen.“
Heimatverbunden und weltoffen
Die Küche des Biohotels ist vom Geschmack Tirols geprägt. So können Gäste regionale Spezialitäten und biologisch Zutaten genießen, wie zum Beispiel den Alpbachtaler Ziegenrohmilchkäse oder das Pillberger Bio-Kalb. Dazu treffen internationale Kreationen immer wieder auf Tiroler Klassiker. Gäste sind übrigens eingeladen, ihre individuellen kulinarischen Wünsche zu äußern, z.B. nach vegetarischen oder veganen Speisen. Das Küchenteam bereitet für jeden das Richtige mit Zutaten aus dem eigenen Garten oder Lebensmitteln aus der Region zu – natürlich in Bio-Qualität!






