Das Landgut Stober ist nicht nur ein Hotel, sondern auch Tagungs- und Eventlocation – und das an einem historischen Ort der Nachhaltigkeit. Das Thema ist hier kein „Add on“, es ist integraler Bestandteil allen Handelns und das zeigt sich natürlich auch bei der Renovierung und dem Ausbau des Hotels.
Bereits 1173 wurde das Landgut Stober zum ersten Mal urkundlich erwähnt und heute ist es das einzige noch erhaltene landwirtschaftlich industriell betriebene Mustergut Deutschlands. Schon 1840 wurde ein Firmensozialsystem eingeführt – 2012 wurde der Nachhaltigkeitsgedanke neu zum Leben erweckt und zur gefestigten Unternehmensausrichtung. Aus einer Ruine entstand mit viel Herzblut, Engagement und einer großen Investition das heutige Landgut.
Moderne Nachhaltigkeit im Landgut Stober
Das Hotel ist in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht und die Geschichte ist an vielen Stellen immer noch spürbar. 2000 erwarb der Berliner Unternehmer Michael Stober, einstiger Kunstfotograf und seit Jahren in der Altbausanierung tätig, das Landgut und rettete es vor dem Verfall. Er war eigentlich auf der Suche nach einem Haus für sich selbst, aber als er das verfallene Landgut zum ersten Mal sah, konnte er etwas sehen, das außer ihm niemand für möglich hielt: „Man kann sagen, ich hatte eine Vision,“ erzählt der Hotelbesitzer. „Ich habe hier gestanden und es gespürt.“
Weiterlesen: Nachhaltig renoviert: Inkaterra La Casona

Ob Stromüberschuss durch eine eigene Photovoltaik-Anlage, die Holzhackschnitzelheizung, die 12,5 ha eigene Wald oder das Betreiben aller 200 Toiletten-Spülungen mit Regenwasser – die Gastgeberfamilie und das gesamte Team gehen keine Kompromisse ein. Das merkt ihr auch gleich, wenn ihr euer Zimmer oder eure Suite betretet: Sie sind Elektrosmog-reduziert, es gibt Fairtrade-Bettwäsche und -Textilien sowie -Kosmetik, metallfreie Betten von COCO-MAT aus Naturmaterialien und essbare Teppiche aus Mais – die wir allerdings noch nicht probiert haben. 😉
Da nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Handeln immer eine Reise und nie Stillstand bedeutet, werden ständig interne und externe Prozesse hinterfragt. „Vieles kostet gar kein Geld, sondern nur Hirnschmalz,“ bekräftigt Michael Stober und führt als Beispiele die „No-waste-policy“ des Hotels mit elektronischer Rechnungs- oder Informationsübermittlung auf und die Verwendung von Großgebinden für das Restaurant. „Für jedes Unternehmen ist Nachhaltigkeit machbar, der erste Schritt ist der Schwerste.“
Weiterlesen: Die Gemeinwohl-Ökonomie: Mensch und Natur vor Profit

Energieautark in die Zukunft
Zur Zeit steht die fast fertig gestellte Hotelerweiterung auf insgesamt 300 Zimmer auf dem Programm, ein lang geplantes und besonders innovatives Projekt. In Zusammenarbeit mit vielen Experten soll noch in diesem Frühjahr eine echte Energieautarkie realisiert werden. Die echte Energieautarkie bedeutet, dass man ohne Einspeisung ins Netz oder Abnahme aus dem Netz auskommt. Daraus ergibt sich, dass das Landgut Stober selbst produzierte Energie speichert und bald komplett ohne Zufuhr von fremden Netzbetreibern agiert. Wir sind gespannt und freuen uns schon auf unseren nächsten Urlaub im Havelland.
Gefällt dir der Artikel? Teile ihn!



