Gerne möchte ich dich heute in den südlicheren Teil von Kampanien mitnehmen. Uns persönlich gefällt er besser als die Amalfiküste, weil es authentischer und ruhiger ist.
A Cràpa Mangia
Das kampanische Landgut A Cràpa Mangia in Castellabate ist dafür der perfekte Ausgangspunkt. Es liegt am Golf von Salerno inmitten von Obst und Olivenbäumen. Das Gut stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde von den heutigen Eigentümern liebevoll und nachhaltig saniert. Du findest hier insgesamt neun Ferienwohnungen, jede mit Terrasse und einem spektakulären Blick aufs Meer und einem unfassbaren Sonnenuntergang. Fasst wurde es schon langweilig, weil jeder dieser Sonnenuntergänge schöner als der andere war.

Castellabate – Ein kleines Dorf mit großer Geschichte
Castellabate gehört zur Provinz Salerno und ist Teil des Nationalparks Cilento und Vallo di Diano, der bereits im Jahr 1998 als Kulturlandschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Geschichte reicht zurück bis ins 11.Jahrhundert. Einst war die kleine Stadt ein wichtiger Hafen für den Handel und die Seefahrt. Hoch oben über dem Meer auf einem Hügel liegt die Burg Castello dell’Abate. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Landschaft und den Golf von Salerno.
Die malerische Altstadt mit seinen engen, gepflasterten Straßen und die farbenfrohen Häuser verleihen der Stadt eine unverwechselbare mittelalterliche Atmosphäre. An der Küste findest du zahlreiche Möglichkeiten für Wassersport, Schnorcheln, Tauchen und Segeln. Letzteres geht auch im Winter.

Punta Licosa – Versunkene Stadt
Die kleine Insel liegt im Golf von Salerno, der geografisch genau hier endet. Die bizarre Form der Felsen zeugt noch heute von dem schweren Seebeben, der das Festland mit dem griechischen Ort „Leucosia“ im Meer versenkte. Du kannst die antiken Straßenzüge, Mauerwerke, Säulen, Gräber, Stadtmauern und Ruinen ehemaliger Wohnhäuser mit bloßem Auge im Wasser erkennen.
Wie erreicht man Punta Licosa
Von Castellabate führt dich der Weg nach San Marco. Von dort gibt es einen herrlichen Wanderweg, den „Vallone Alto“ an der Küste entlang bis zu „Punta Licosa.“
Oder du machst die Wanderung von Oglaistro Marina aus durch Pinienwälder und an riesigen Oliven vorbei. Uns hat dieser Weg noch ein wenig besser gefallen, weil er mehr durch die Natur führt.

Die südliche Küste nach Acciaroli
Der Weg am Meer entlang ist ein Muss! Die Aussicht ist so spektakulär, dass wir auf dem Hinweg dauernd angehalten habe. Es ist die Weite des Meeres zusammen mit dieser unfassbar authentischen Natur und den kleinen malerischen Orten, die uns immer wieder in Staunen versetzt haben.
Acciaroli ist ein verschlafenes Küstenstädtchen, umgeben von grünen Hügeln und einem kristallklaren Meer. Zentraler Punkt ist der Hafen mit einer wunderschönen Piazza, Cafés und Bars. Auch dieser Teil des Cilento ist seit 1991 UNESCO Naturerbe. Bei unserer Ankunft haben wir im Hafen bei strahlendem Sonnenschein in einer kleinen Café Americano getrunken und sind dann auf der Hafenmole spazieren gegangen. Sehenswert sind die bemalten Wellenbrecher, jeder ein Kunstwerk für sich.

ACCIAROLI UND HEMMINGWAY
Auch Ernest Hemmingway verweilte vor seiner Kubareise in dem kleinen Städtchen im Cilento und ließ sich von der heldenhaften Geschichte eines Fischers, den er in Acciaroli kennengelernt hatte, für sein Buch “Der alte Mann und das Meer “inspirieren. Er liebte diese Küste und war oft zu Gast hier.

Vatolla in den Bergen
Das Bergdorf Vatolla liegt landeinwärts auf einer Anhöhe auf 400 Meter zwischen Agropoli und Castellabate und wirkt wie aus einem Bilderbuch entsprungen. In dem kleinen Ort dreht sich fast alles um den Philosophen und Schriftsteller Giambattista, der als Student dort gelebt hat. Wenn du Lust hast, dann kannst du das ihm gewidmete Museum besuchen.
Cipolla di Vatolla
Das mittelalterliche Bergdorf ist auch bekannt für seine Zwiebeln und das Zwiebelfest. Wahrscheinlich waren es Basilianermönchen, die im 7. Jahrhundert die berühmte „Cipolla di Vatolla“ aus dem Nahen Osten in den Cilento mitbrachten. Bei der Zwiebelart handelt es sich um eine asiatische Zwiebel aus der Familie der Liliengewächse. Das mediterrane Klima und die Lage bieten optimale Bedingungen für diese Edelzwiebel. Sie schmeckt süß und man kann sie extrem gut verdauen. Außerdem tränen die Augen nicht und sie ist gut für das Herz-Kreislaufsystem.
Auch Vatolla gehört zum UNESCO Weltkulturerbe
Was uns besonders fasziniert hat, auch von den Bergdörfern genießt man diesen unfassbaren Blick aufs Meer, der uns während unserer gesamten Reise immer wieder in seinen Bann geschlagen hat.
Gerne könnt ihr mich jederzeit ansprechen, wenn ihr vorhabt, diese wunderschöne Region zu bereisen.
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