Es war einmal vor langer Zeit… Seid ihr auch so große Märchen-Fans wie wir? Dann haben wir diese Woche zwei ganz besondere Highlights für euch. Wir schauen uns nämlich die Mythen und Sagen an, die es rund um unsere Partner gibt.
Starten wir rund um das HUBERTUS Mountain Refugio mit einem aktuellen Bezug, immerhin war gerade Weihnachten und der Start ins neue Jahr noch nicht so lange her. Die Übergangszeit, in der das Alte vergangen ist, das Neue aber noch nicht begonnen hat, galt hier früher als magisch. Es waren die sogenannten Raunächte. Die Rauhnächte beginnen am 25. Dezember und dauern bis zum 6. Januar. Diese zwölf Nächte haben im Volksmund unterschiedliche Namen: Ursprünglich hießen sie „Rauchnächte“, weil in dieser Zeit mit Kräutern geräuchert wurde, um dunkle Geister und Dämonen zu vertreiben.
Wäsche waschen verboten
Um die Nächte zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar und sowie dem 5. Und 6. Januar rankt sich allerlei Aberglaube. Mancherorts galten diese Nächte als derart gefährlich, dass besondere Regeln eingehalten werden mussten. Das Haus durfte keinesfalls unordentlich sein. Es war verboten Wäsche zu waschen und aufzuhängen. Besonders weiße Wäsche war zu dieser Zeit kritisch. Sie könnte an der Leine von wilden Reitern gestohlen und als Leichentücher verwendet werden, fürchtete man.
Mit dem Wissen, dass wir im nächsten Jahr an Silvester keine Wäsche waschen sollten bleiben wir in den Bergen. Genauer gesagt in Berchtesgaden. Hier findet ihr nicht nur das Berghotel Rehlegg, sondern auch eine sagenumwogene Gebirgskette: den Watzmann und seine Familie.

Die Watzmann-Berge
Falls ihr jetzt denkt, hier versteckt sich eine süße Geschichte, müssen wir euch leider enttäuschen. Tatsächlich ist die Geschichte des König Watze ziemlich blutrünstig. Wir geben euch die Kurzfassung davon:
Einst, in undenklicher Frühzeit, lebte und herrschte ein rauer und wilder König, welcher Watzmann hieß. Liebe und menschliches Erbarmen waren ihm fremd, nur die Jagd war seine Lust. Er zog tagein, tagaus durch das Land und sein Volk erzitterte vor Angst. Gottes Langmut ließ des Königs schlimmes Tun jedoch gewähren.
Eines Tages stieß des Königs Truppe auf eine Hirtenfamilie. Ruhig saß die Hirtin vor ihrer Hütte auf frischem Heu und hielt ihr schlummerndes Kindlein in den Armen. Neben ihr lag ihr treuer Hund, und in der Hütte ruhte ihr Mann, der Hirte. Der Hund versuchte die Hirtin und ihr Kind zu beschützen doch alle drei wurden von den Jagdhunden des Königs angefallen. Der König kam indes nahe heran, sah das Unheil und lachte. Auch der erwachte Hirte konnte die Familie nicht mehr retten.
Das schaurige Ende
Mit seinem letzten Atemzug verfluchte der Hirte den König und Gottes Langmut fand ein Ende.
Der Geist der Rache fuhr in des Königs Hunde, und sie fielen ihn, seine Königin und seine sieben Kinder an. Ihr Blut floss bis ins Tal und bildete den Königssee. Die Hunde stürzten sich vom Berge, der fortan als Hundstod bekannt war. Aus den Körpern der Königsfamilie erwuchsen riesige Bergen, und so steht er noch, der König Watzmann und neben ihm, eine starre Zacke, sein Weib, und um beide die sieben Zinken, ihre Kinder.
Etwas weniger blutrünstig ist unsere nächste Sage aus den Dolomiten. Hier liegt das Paradiso Pure.Living inmitten des UNESCO-Bergparks Schlern-Rosengarten.
Diese seltene Farbe der Berge und des Himmels während des Sonnenuntergangs, genannt Alpenglühen oder Enrosadira hat ihre ganz eigene Legende: Der Zwergenkönig Laurin lebte vor vielen Jahrhunderten in diesen Bergen. Sein besonderer Stolz war der Rosengarten, der schönste, den man sich nur vorstellen kann. Das Einzige, was ihm in seinem Reich und Garten fehlte, war eine Frau.
Die Legende des Alpenglühen
Eines Tages beschloss der König eines benachbarten Königreichs, seine schöne Tochter Similde zu verheiraten. Der Einzige, der keine Einladung erhielt, war der Zwergenkönig Laurin. König Laurin war wütend und beschloss, Magie einzusetzen, um die schöne Prinzessin zu sehen. Er setzte die magische Tarnkappe auf und schlich sich auf die Feier.
Sobald er Similde sah, verliebte er sich sofort in ihre Schönheit und nahm sie mit in sein Reich. Die Ritter der Etsch verfolgten die Prinzessin, um sie zu befreien. Der Kampf fand in seinem wunderschönen Rosengarten statt. Doch obwohl der König unsichtbar war, erkannten die Ritter ihn an den Bewegungen der Rosen um ihn herum und konnten ihn besiegen.

Magisches Leuchten in den Alpen
König Laurin erkannte, dass seine Rosen ihn verraten hatten, und verfluchte seinen Rosengarten. Er sagte, dass niemand jemals wieder die Schönheit seines Rosengartens sehen würde, weder bei Tag noch bei Nacht. Aber Laurin vergaß, in seinem Fluch den Sonnenauf- und -untergang zu erwähnen. Die Legende besagt, dass die Schönheit des magischen Rosengartens heute als das unglaubliche Phänomen des Alpenglühens zu sehen ist, wenn der Himmel rosa leuchtet und die Berge bei Sonnenauf- und -untergang violett und orange erscheinen.
Mit dieser vergleichsweise friedlichen Sage machen wir Schluss für heute. Findet ihr es nicht auch faszinierend, dass solche Geschichten zu den heute geliebten Märchen mit ihren „.und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“ geführt haben?
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