Nachhaltiger Urlaub in der Ferne? Geht das überhaupt noch? Wenn ihr genervt davon seid, immer wieder die gleichen Kommentare zu hören, dann haben wir eine gute Nachricht für euch: Ja, klar geht das! Und wir liefern euch hier gleich ein paar Beispiele wie.
Generell gilt, dass Hotels verschiedene Möglichkeiten haben, um nachhaltiger zu sein. Etwa weil sich das Hotelmanagement einer umweltfreundlichen Unternehmenspolitik verschrieben hat. Oder sich das Haus besonders engagiert, den Urlaubern authentische Einblicke ins Gastland zu ermöglichen. Und last, but not least seine Mitarbeiter angemessen bezahlt, schult – und damit die ökonomische Lage der Bevölkerung verbessert.
Damit ihr aber nicht nur ein paar vage Beispiele habt, haben wir euch drei nachhaltige Hotels aus unserem Portfolio gesucht, in denen ihr guten Gewissens Urlaub machen könnt.

Barfuß-Urlaub auf den Malediven
Etwa im Öko-Luxusresort Gili Lankanfushi auf der gleichnamigen Privatinsel. Das Luxus-Resort befindet sich rund sechs Seemeilen von Malé entfernt im Nord Malé Atoll auf den Malediven. Die in der Lagune über dem Meer erbauten 45 Villen sind über Stege erreichbar – und garantieren euch einen Barfuß-Urlaub der Extraklasse.
Hier werdet ihr mit frischen Meeresfrüchten aus der Region sowie Gemüse und Kräutern aus dem eigenen organischen Garten verwöhnt. Auf der Speisekarte? Traditionell maledivische Küche auf pflanzlicher Basis.
Im Gili Lankanfushi bekommt ihr exklusive Einblicke in die heimische Unterwasserwelt. Die resorteigene Meeresbiologin nimmt euch mit auf Tauch- und Schnorcheltouren. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den Korallenriffen, die durch das Projekt Coral Lines gefördert werden.
Mit dem sogenannten Gilis Seas Programm hat sich das Resort Nachhaltigkeitsrichtlinien zum Schutz der Umwelt und seiner sozialen Verantwortung als Arbeitgeber gesetzt. Fast alle Mitarbeiter sind Einheimische, die geschult und gefördert werden. Wann immer möglich werden lokale und fair gehandelte Produkte bezogen, um die Transportwege kurz zu halten und die lokale Bevölkerung zu unterstützen. Lieferanten werden danach ausgewählt, ob sie ihre Mitarbeiter angemessen bezahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten. Für die Resort-Mitarbeiter gibt es eine kostenlose Fähre nach Malé und Himmafushi. Außerdem engagiert sich das Hotel an der Schule von Himmafushi und bezahlt das Gehalt des dortigen Englischlehrers.

Paradiesische Erlebnisse auf winziger Seychellen-Insel
Ein paar Seemeilen entfernt auf den Seychellen findet ihr das Cerf Island Resort mit seinen 24 luxuriösen Villen. Das Boutiquehotel liegt nur zehn Bootsminuten von der Hauptinsel Mahé entfernt am Eingang des Sainte Anne Marine Parks, einem Naturschutzgebiet. Cerf Island ist nur etwa eineinhalb Kilometer lang und rund ein Kilometer breit.
Seid ihr gerade in den Flitterwochen oder frisch verliebt? Dann ist das Resort erst recht eine gute Wahl für euch. Der Besuch eines der Restaurants ist ein unvergessliches Erlebnis nicht nur für Romantiker. Direkt am Strand, mit Blick aufs Meer und die untergehende Sonne bekommt ihr leckere, lokale und saisonale Bio-Lebensmittel sowie Fair-Trade-Produkte frisch vom Markt serviert.
Wollt ihr euch dann noch ein bisschen weiter verwöhnen lassen, dann solltet ihr das Natur-Spa im Cerf Island Resort besuchen. Oder ihr schnallt die Schwimmflossen an und erkundet die beeindruckende Unterwasserwelt. Einer der besten Tauchspots der Gegend ist Brissaire Rock: Rund um den Felsen könnt ihr mit ein bisschen Glück Riffhaie, Rochen und Walhaie beobachten. Ein perfekter nachhaltiger Urlaub!

Familiengeführtes Öko-Hotel auf Koh Samui
Auch das in unberührte Natur eingebettete, familiengeführte Boutiquehotel Tongsai Bay auf der thailändischen Insel Koh Samui verspricht euch einen besonderen und nachhaltigen Urlaub – und das schon seit der Eröffnung im Jahr 1985. Damals hat der Hotelgründer Khun Akorn Hoontrakul seine Vision eines nachhaltig geführten Urlaubsresorts umgesetzt. Sein Ziel war es, eine Ferienunterkunft im Einklang mit der Natur zu erbauen. Insektenvernichtungsmittel und chemischer Dünger sind tabu, bis heute wurde für die Anlage kein Baum gefällt. Im ganzen Haus gilt Plastikverbot. Als Alternative zu Plastikstrohhalmen werden Halme aus Zitronengrasstroh genutzt. Bioabfälle werden als Dünger verwertet, Müll wird getrennt. Das Putzmittel für die Badezimmer stellen die Hotelmitarbeiter aus fermentierten Ananasschalen selbst her. Und für das Peeling im hoteleigenen Spa wird der Bodensatz des Kaffees genutzt.
Viele Mitarbeiter arbeiten dort bereits seit mehr als 30 Jahren; das Team besteht zu 95 Prozent aus Thailändern. Es gibt regelmäßige Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen. Während des coronabedingten Lockdowns erhielten die Mitarbeiter kostenfrei Mahlzeiten, teilweise wurden Gehälter weitergezahlt. Das Öko-Hotel engagiert sich zudem in verschiedenen sozialen Projekten und unterstützt beispielsweise das örtliche Tierheim, Schulen, Tempelprojekte sowie „Sisters of Samui“. Bei diesem Projekt werden täglich mehr als 1.000 Obdachlose mit Nahrung versorgt.
Wenn also das nächste Mal jemand zu euch sagt, nachhaltigen Urlaub in der Ferne gibt es nicht: Schickt ihn doch hier her und belehrt ihn damit eines Besseren!
Wenn ihr euch noch Sorgen um die Emmissionen eures Fluges macht, schaut euch doch mal diesen Post an: MIT GUTEM GEWISSEN IN DIE FERNE REISEN
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