Ist dir der Begriff Mondholz oder Mondphasenholz schon begegnet und du hast dich gefragt was es ist? Dann geht es dir so wie uns! Zum Glück konnten uns einige Green Pearls® Partner weiterhelfen und verraten, was es mit Mondholz auf sich hat, und vor allem: Was es mit Nachhaltigkeit zu tun hat.
Was ist Mondholz?
Mondholz wird nach einem forstwirtschaftlichen Kalender gefällt, der sich nach den Phasen des Mondes richtet. Das so geschlagene Holz soll besonders stabil, länger haltbar, härter, rissbeständiger und außerdem feuerbeständig und resistent gegen Schädlinge sein. Die Geschichte dieses Holzes reicht bis zu den Kelten zurück. In Japan findest du das wohl älteste Bauwerk aus Mondholz, das bereits seit 1600 Jahren den Zeichen der Zeit trotzt.
Ein Mondjahr hat 12 oder 13 sogenannte siderische Monate, d. h. 354 oder 355 Tage. Somit ist das Mondjahr 11 bzw.12 Tage kürzer als das Sonnenjahr.
Wie wird das Mondholz gefällt
Es gibt regionale Unterschiede über den besten Zeitpunkt zum Fällen eines Baumes. In Österreich zum Beispiel werden die Bäume im Winter bei abnehmendem Mond kurz vor Neumond gefällt.
Faktencheck
Das Mondholz ist sehr teuer und bis heute gibt es unterschiedliche Meinungen über seine Qualität.
So kommt die Abteilung der Forstwissenschaftler der TU Dresden zu dem Schluss, dass die Phasen des Mondes keinen Einfluss auf die Holzqualität haben, während Professor Ernst Zürcher von der ETH Zürich (Schweizerische Hochschule für Forstwirtschaft) durchaus einen Zusammenhang zwischen den Eigenschaften des Holzes und dem Fälltermin sieht. Wenn ihr mehr zu der Studie lesen wollt dann empfehlen wir euch diesen Artikel.
Unbestritten ist, dass sowohl die Auswahl der richtig gewachsenen Bäume als auch die Holzernte zum richtigen Zeitpunkt und die richtige Lagerung, Trocknung und Verarbeitung des Holzes zu einer guten Qualität beitragen. Wissenschaftlich erwiesen ist außerdem, dass Holz, das in bestimmten Mondphasen geerntet wird, einen besseren Schutz gegen Pilze aufweist, weniger an Insektenbefall leidet und schwer brennbar ist. Es kann also auf gesundheitsbelastenden Leim und Chemie verzichtet werden.
Und genau deswegen findest du Mondholz auch bei den Green Pearls® Partnern
Was Sigis Sauhaufen mit Mondholz verbindet
Das familiengeführte Hotel Klosterbräu in Seefeld/Tirol setzte beim Bau der vegetarischen Landwirtschaft gemäß ihrer Philosophie THINK.YOUNIQUE® auf die Vorteile von Mondholz. Der Hauptteil des Gebäudes wurde aus mondgeschlagenem Holz aus dem eigenen Wald gebaut.

Hast du übrigens gerade gestutzt und dich gefragt was eine vegetarische Landwirtschaft ist? Es ist der Lebenstraum von Alois Seyrling und eine Reminiszenz an den letzten Seyrling Bauern. Ganze 7 Jahre haben Planung und Bau gedauert. Entstanden sind ein Streichelzoo, ein Bienenhaus, Gemüse und Obstanbau und viele Tiere – alles unter einem Dach in “Sigis Sauhaufen“, so haben die Seyrlings im Gedenken an den letzten Seyrling Bauer ihre vegetarische Landwirtschaft humorvoll genannt.
Mondholz mitten in Erlangen
Im Herzen von Erlangen findet ihr das Creativhotel Luise. Seit 2010 klimaneutral und heute klimapositiv, gehört es zu den Vorreitern der nachhaltigen Hotellerie in Deutschland. Und das war schon so, als das Hotel in den 90er Jahren von Klaus Förtsch gegründet wurde. Beim Generationenwechsel 2014 übernahm Ben Förtsch das Hotel und entwickelt es seitdem konsequent gemäß der nachhaltigen Philosophie der Familie weiter.
Klaus Förtsch hatte zeitlebens den Wunsch Mondholz zu verwenden, gescheitert ist es am mangelnden Platz. Der fand sich als Ben sich für die Renovierung des Hotels entschied. Zu Ehren und im Gedenken an seinen Vater wurde die Fassade mit drei Stämmen Mondholz verkleidet. Die drei Stämme symbolisieren die drei Generationen der Familie Förtsch. Übrigens ist nicht nur das Mondholz ein Hingucker, sondern auch der große Baum auf der Dachterrasse mit Blick über Erlangen.

Vegan mit Mondholz
Vegan ist für dich eine kulinarische Philosophie? Weit gefehlt! Vegan ist ein Lebenstil, der mehr ist als pflanzliche Ernährung, und sich auf alle Lebensbereiche bezieht. Wer einen positiven Einfluss auf das Wohl von Tieren haben möchte, schaut, dass er auch in anderen Lebensbereichen keine tierischen Produkte verwendet. Im ganzheitlich veganen La Vimea in Südtirol ist alles vegan und nachhaltig, alle Produkte aus der Küche, die Architektur, die Möbel und der gesamte Lebensstil. Die Möbel sind handgefertigt aus heimischen, nach dem Mondkalender geschlagenen Lärchen.
Die Philosophie des Hotels ist es, möglichst ressourcenschonend und im Einklang mit der Natur zu handeln.
Was denkt ihr über Mondholz – ist es für euch Esoterik oder glaubt ihr daran? Wir freuen uns über eure Anregungen!
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