Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen jährlich an. Viel zu viel, denn das meiste davon ist vermeidbar. Man muss nur wissen, wie! Wir haben die besten Tipps und Tricks für euch.
Vorbereitung ist alles
Einkaufstasche vergessen? Dann wird eben schnell an der Kasse zur Plastiktüte oder Papiertasche gegriffen. Das belastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, könnt ihr die Tüten zu Hause zumindest noch als Müllbeutel verwenden. Am besten ist es aber, immer einen Jutebeutel parat zu haben. Da wir alle mehr als genug Stoffbeutel besitzen, deponiert am besten welche in euren Rucksäcken, im Fahrradkorb oder im Kofferraum vom Auto. Saubere Stoffbeutel eignen sich übrigens auch wunderbar fürs sonntägliche Brötchenholen.
Mit einer Einkaufsliste lässt sich nicht nur Verpackungsmüll sparen, sondern auch Geld. Gerade Spontankäufe wie Chips oder Süßigkeiten neigen dazu in Plastik verpackt zu sein – und tun uns sowieso nicht gut. Super sind digitale Einkaufslisten, die sich mit Partner oder Mitbewohner teilen lassen.
Unverpackt einkaufen reduziert Stress und macht Spaß
Vielleicht gibt es bei euch sogar einen Unverpackt Laden? Hier bekommt ihr wirklich alles was man braucht, ganz ohne Verpackung. Sogar Seife, Waschmittel oder Öl könnt ihr hier abfüllen. Einfach eigene Dosen, Netze oder Gläser mitbringen und schon kann es los gehen. Zudem ist es einfach entspannender in den kleinen, familiären Läden einzukaufen als sich im riesigen Discounter zwischen den Regalen zu verlaufen.

Aber auch wer keinen Unverpackt Laden in der Nähe hat, muss nicht auf in Plastik eingeschweißtes Gemüse zurückgreifen. Wochenmärkte sind eine tolle Alternative, auf denen ihr auch saisonal und regional einkaufen könnt. Viele Märkte haben zudem Stände mit Backwaren, Käse und Fleisch. Aber auch im Supermarkt lohnt es sich genau hinzuschauen: Viele Obst- und Gemüsesorten gibt es lose, ebenso wie Kartoffeln oder Brot. Einige Supermärkte bieten außerdem an, mitgebrachte Tupperdosen an der Theke mit Wurst, Käse oder Fisch zu befüllen.
Viel Müll fällt auch bei Getränken an. Leitungswasser ist natürlich nicht überall auf der Welt genießbar, aber in Deutschland zum Beispiel zählt es zu den am besten und strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Zudem ist es immer verfügbar, ganz ohne Kistenschleppen und erfrischt ganz wunderbar. Säfte und Softdrinks sind lecker, keine Frage, aber reicht es nicht auch, sie im Restaurant oder nur am Wochenende zu genießen? Wer in Ländern unterwegs ist, in denen das Trinkwasser keine gute Qualität hat, aber unterwegs nicht auf Wasser in Einwegflaschen zurückgreifen möchte, für den lohnt sich eine Trinkflasche mit Filter. Unternehmen wie LifeStraw bieten sogar Filter an, die sich in Flaschen bekannter Outdoor-Marken integrieren lassen.

Zero Waste Shopping für Spontane
Spontan sein und trotzdem Müll vermeiden, passt das zusammen? Klar, wenn man sich selbst und seine Gewohnheiten gut kennt, kann man sich auch auf sie einstellen. Langschläfer, die sich ihren morgendlichen Kaffee beim Bäcker kaufen müssen, packen sich einen wiederverwendbaren Becher ein. Wer nach einem langen Arbeitstag keine Lust mehr hat in der Küche zu stehen, deponiert ein, zwei Dosen und einen sauberen Beutel im Rucksack. So kann das spontane Abendessen wie die Asia-Pfanne oder das belegte Brötchen verpackungsfrei nach Hause transportiert werden.
Checkliste für deinen unverpackten Einkauf:
- Schraub- und Einmachgläser
- Glasflaschen
- Obst- und Gemüsenetze oder Wäschenetze
- Stoffbeutel
- Dosen aus Edelstahl oder Plastik
- Eierkartons
Eine Übersicht von Unverpackt Läden und Supermärkten, in denen verpackungsfrei eingekauft werden kann, findet ihr bei Wasteland Rebel und bei Bepakt. Und für die nächste Reise könnt ihr euch die Zero Waste Travel App runterladen.
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3 thoughts on “Verpackungsfrei einkaufen: So geht’s!”