Wir haben hier schon öfter über grüne und soziale Tourismusangebote sowie nachhaltige Regionen in Thailand geschrieben. Für ihren nachhaltigen Ansatz sind einige dieser Angebote sogar ausgezeichnet worden: so zum Beispiel die Organisation HiveSters mit ihrem APPEAR-Projekt, das Reisende in die ursprünglichen Stadtviertel Bangkoks entführt oder die Moken-Gemeinde Tung Dap, in der Gäste authentische Erfahrungen in der Gemeinde sammeln können, inkl. Homestay. Dieses Jahr wurde darüber hinaus die Region Krabi als „Global Low-Carbon Ecological Scenic Spot“ geehrt. Die vielen inspirierenden Projekte, wie Tourismus nachhaltig funktionieren kann.

Ausgezeichnet Grün
Im Rahmen der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) wurde die Region Krabi vom Global Forum on Human Settlements als „Global Low-Carbon Scenic Spot“ ausgezeichnet. Bedingung für die Auszeichnung ist eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Region, insbesondere in Hinblick auf die Technologie: vor allem Energiesparmaßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen stehen dabei im Fokus. Krabi erfreut sich an immer mehr Besuchern, was allerdings auch negative Folgen nach sich zieht, Stichwort Overtourismus. Ihr kennt sicherlich die weltberühmte Bucht, Maya Bay, aus dem Film „The Beach“? Die bekannte Kulisse liegt in Krabi und wurde bereits öfter für Besucher gesperrt. Dieses Jahr sogar auf unbestimmte Zeit, damit die Natur sich von den Strapazen durch die Touristen erholen kann. Scheinbar mit Erfolg, denn in der Bucht wurden seit Langem wieder Haie gesichtet, was darauf hindeutet, dass sie sich langsam regeneriert! Doch trotz der steigenden Touristenzahlen und Beliebtheit der Region im Südosten des Landes, spielt Nachhaltigkeit hier eine große Rolle.

Einzigartige Landschaft
Die Scenic Spots mit geringer CO2-Belastung sind ein Baustein einer zukunftsfähigen Tourismusindustrie, die den Treibhausgas-Emissionen entgegenwirken und sie langfristig reduzieren möchte. Besonders das Reise-Geschäft verursacht durch Flüge und andere Transportmittel vermehrt Kohlenstoffdioxid. Durch den Erhalt und Schutz von Naturregionen, kann CO2 gebunden werden. Die Scenic Spots zeichnen sich durch eine einzigartige Landschaft sowie ein gesundes Ökosystem aus – was wir in Bezug auf Krabi nur bestätigen können! Auf rund 4.700 km2 erstreckt sich die vom Wetter gekennzeichnete Landschaft: Die typischen Kalksteinfelsen wurden durch Wellen und Witterung zu beeindruckenden Formationen, Höhlen, Grotten, Buchten und paradiesischen Stränden geformt. Sicherlich habt ihr schon von Koh Phi Phi, Ao Nang oder Railay Beach gehört, die ihr alle in der Region findet. Krabi gilt als die landschaftlich spektakulärste Provinz in ganz Thailand, was auch erklärt, dass jährlich zahlreiche Besucher dorthin reisen.

Leave nothing but footprints, take only good memories“
Doch auch über Krabi hinaus, engagiert sich der thailändische Tourismus schon länger für mehr Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit. Seit August 2018 gilt in 154 thailändischen Nationalparks ein Verbot von Einweg-Plastikprodukten. Unterstützt wird das Ganze von einer Kampagne, die Touristen dazu animieren möchte, sich Gedanken über die schädlichen Auswirkungen von Plastik zu machen und sich insgesamt umweltbewusster zu verhalten indem sie mehrfach verwendbare Produkte verwenden. Dabei sticht besonders ein Schild am Strand von Ko Mae Ko im Mu Ko Ang Thong Nationalpark hervor, das einige Produkte abbildet – inklusive der Zeit, die seine Verrottung benötigt. Das Ziel ist es, den Plastikmüll um geschätzte drei Millionen Teile zu reduzieren! Seit Anfang 2018 gilt an 24 beliebten Stränden zudem ein Rauchverbot, was bereits zu einer erheblichen Reduzierung von Zigarettenstummeln geführt hat.

„Upcycling the Oceans, Thailand“
Von dieser Initiative haben wir euch bereits letztes Jahr erzählt: sie wurde von der Ecoalf Foundation, PTT Global Chemical (PTTGC) und dem Thailändischen Fremdenverkehrsamt 2017 ins Leben gerufen. Auch hier ist das Ziel, den Müll zu reduzieren und Thailands Küsten von ihm zu befreien. Der Plastikmüll wird gesammelt und anschließend zu Textilien, Pellets und mehr verarbeitet. Während also einige Projekte direkt die Herstellung und Nutzung von Einwegprodukten angeht, wird gleichzeitig auch das bereits vorhandene Problem mit Initiativen wie „Upcycling the Oceans, Thailand“ bekämpft. Das Ministerium für Meeres- und Küstenressourcen hat inzwischen übrigens auch einen Plan veröffentlicht, der eine Reduktion des Meeresmülls um 50% bis 2027 beinhaltet.



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Hi Linnie,
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Best
Hanna