Die Stille der Berge, das Einzige, was du hörst, sind die Geräusche der Natur. Deine Beine schmerzen vom Aufstieg, doch für das Gefühl, allein hier inmitten unberührter Natur zu stehen, hat es sich gelohnt. Du bist an einem Ort, den man nur zu Fuß und nach mehreren Tagen erreichen kann. Weit abseits aller touristischen Pfade. Klingt nach etwas, dass du ausprobieren willst? Dann bist du in diesem Blogartikel über Fernwandern für Einsteiger genau richtig.
FAQ Fernwandern für Einsteiger
Im Gegensatz zu klassischen Wandertouren, die meist zwischen zwei Stunden und einem Tag lang sind, bist du beim Fernwandern über mehrere Tage hinweg unterwegs. Der Reiz daran: Du entdeckst Orte, die nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen, da sie nur zu Fuß erreichbar sind. Und du erlebst die Natur ganz unmittelbar und hautnah. Darüber hinaus ist Wandern nachweislich gut für unsere Psyche. Und zu guter Letzt: Umweltfreundlicher kannst du dich nicht fortbewegen.
Für wen ist Fernwandern geeignet?
Sobald du gern zu Fuß in der Natur unterwegs bist, solltest du Fernwandern ausprobieren. Es ist einfach ein ganz anderes Gefühl, mehrere Tage am Stück zu Fuß in der Natur unterwegs zu sein. Natürlich solltest du nicht aus dem Kalten heraus starten. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das keine gute Idee ist.
Wenn du also Knieschmerzen und Rückenprobleme vorbeugen willst, dann solltest du für deine lange Tour trainieren. Regelmäßige Spaziergänge und kürzere Wanderungen mit Gepäck machen dich fit fürs Fernwandern.
Inspiration für Tagestouren findest übrigens in diesem Blogartikel und auch in diesem.
Da Wandern ansonsten ein sehr sanfter Sport ist, gibt es kaum weitere Einschränkungen, zumal du deine Tour ja ganz individuell an deine Bedürfnisse anpassen kannst.
Muss ich dafür im Zelt schlafen?
Wahrscheinlich hast du beim Gedanken an Fernwandern ein Bild von dir vor Augen, wie du mit schwerbepacktem Rucksack, klimperndem Emaillebecher und Isomattenrolle durch die Berge stapfst. Nachts schlägst du dann dein Zelt auf und wälzt dich auf dem harten Boden hin und her, ohne zu Schlafen. Falls das für dich absolut schrecklich klingt: Beim Fernwandern musst du nicht im Zelt schlafen.
Sehr beliebt in den Alpen sind zum Beispiel Hüttentouren, bei denen du verschiedene Berghütten ansteuerst, in denen du übernachtest. Auch in der sächsischen Schweiz ist für Fernwanderer ohne Zelt gesorgt: Hier kannst du von Pension zu Pension laufen.
Brauch ich eine besondere Ausrüstung zum Fernwandern?
Das Wichtigste sind gut passende Schuhe (leichte Trekkingschuhe oder Wanderstiefel; je nachdem in welchem Terrain du unterwegs bist), sowie ein gutsitzender Rucksack. Besitzt du beides schon, dann steht dem Abenteuer nichts mehr im Weg 😉 Ansonsten solltest du dich in einem Fachgeschäft beraten lassen. Gerade auf längeren Touren willst du nicht mit Blasen und Rückenschmerzen kämpfen.
Quick Tipps für deine Ausrüstung:
- Möglichst nachhaltig auswählen: Altes nutzen, Second Hand kaufen (wenn du dich auskennst), nachhaltige Marken wählen
- Nachhaltige Outdoor Marken sind zum Beispiel: Vaude, Patagonia, Klättermusen, …
- Hat die Marke einen Reparaturservice?
- Auf Langlebigkeit und Robustheit achten
- Möglichst auf Kunstleder oder veganes Leder setzen, Daunen vermeiden

Muss ich meine gesamte Ausrüstung tragen? Das ist doch voll schwer!
Um es kurz zu machen: Wenn du nicht gerade eine Tour mit Gepäckservice buchst, musst du deine Ausrüstung komplett selbst tragen. Das heißt: Leicht packen ist angesagt. Profis bekommen es hin, mit Rucksack, Zelt, Isomatte und Schlafsack unter 5 Kilogramm zu bleiben. Natürlich macht man da auch Abzüge beim Komfort. Wäge also ab, ob es wirklich die ultraleichte Isomatte sein muss, wenn du darauf nicht vernünftig schlafen kannst.
Einsparen kannst du vor allem bei Kleidung und Kosmetika. Nimm hier nur das mit, was du wirklich brauchst. Und achte bei Kosmetika und Spülmittel darauf, dass sie nicht der Natur schaden!
Wie mache ich das mit Essen auf der Wanderung?
Wenn man länger unterwegs ist, dann schleppt man zwangsläufig eine ganze Menge Essen mit sich herum. Auch Wasser und Brennstoff für deinen Kocher gehören ins Gepäck. Mit Hilfe eines Wasserfilters kannst du meist deine Wasservorräte schnell auffüllen und musst so nicht die komplette Menge mit dir tragen, doch Essen und Brennstoff nehmen einen Großteil deines Gepäcks ein.
Eine Möglichkeit ist es, auf freeze-dried Meals zu setzen. Der absolute Nachteil daran: sehr viel Plastik. Nachhaltiger ist es, wenn du deine eigenen Mahlzeiten zu Hause vorbereitest. Erlaubt ist alles, was schmeckt und möglichst nur mit Wasser aufgegossen werden kann. Werde hier kreativ! Ein weiterer Vorteil, wenn du zu Hause deine Mahlzeiten vorbereitest, ist, dass du sie in wiederverwendbaren Zip-Beuteln mit dir nehmen kannst und bei den Zutaten auf Bio-Qualität und Regionalität achten kannst.
Am Ende einer Tour kann ich dir übrigens nur empfehlen, richtig schön Essen zu gehen. Du wirst sehen, das schmeckt gleich dreimal so gut!

Wie plane ich eine Fernwanderung?
Wandergebiete bzw. die Internetseiten von Nationalparks bieten häufig Tourenbeschreibungen an. Auch für mehrtägige Wanderungen. Eine gute Quelle ist außerdem die Seite Wanderbares Deutschland für Deutschland sowie verschiedene Foren und Internetseiten. Auch komoot bietet immer Inspiration.
Wenn du dich für eine Region bzw. eine Tour entschieden hast, schau dir die vorgeschlagenen Etappen an. Meist kannst du diese in der Länge variieren. Beim Kungsleden in Schweden lassen sich zum Beispiel mehrere Etappen zusammenfassen, wenn du mehr Kilometer am Tag machen willst.
Bleibe aber realistisch bei deiner Kilometerschätzung. 20 Kilometer mögen im Flachland nicht viel sein. Wenn du sie aber bergauf stapfen musst, sieht das schon ganz anders aus.
Checkliste Fernwanderung
- Region auswählen
- Etappen planen
- Wetter checken (nicht vergessen: Im Sommer bleibt es länger hell, als im Herbst und Winter!)
- Unterkünfte bzw. Hütten oder Campingplätze auswählen und evtl. buchen
- Ausrüstung besorgen, überprüfen und Probe tragen
- Packliste schreiben
- Essensplanung
- Vorfreude genießen!
Und danach?
Je nachdem, welcher Typ Mensch du bist, bietet es sich an nach deiner Fernwanderung ein paar Tage in einem Hotel auszuspannen und sich um nichts kümmern zu müssen. Nicht nur dein Körper wird sich dafür bedanken, auch für deinen Geist ist diese Zeit wichtig. Besonders nach sehr langen Touren, wie zum Beispiel einer Alpenüberquerung hast du viel zu verarbeiten. Gleich wieder ins Arbeitsleben zu stürzen kann dann schnell überfordernd sein.
Reflektiere deine Erlebnisse in Ruhe und gib dir Zeit, wieder anzukommen. Selbst wenige Tage nur mit dir selbst und der Natur bewirken einiges in deinem Inneren 🙂

Fernwanderwege für deine Bucketlist
Wir haben dich jetzt angesteckt mit unserem Fernwanderfieber? Dann gibt es zum Abschluss noch eine ordentliche Portion Inspiration zum Fernwandern für Einsteiger. Und auch für Fortgeschrittene natürlich 😀 Für jeden Fernwanderweg haben wir dir außerdem ein gemütliches nachhaltiges Hotel für deine Abschluss- oder Zwischenentspannung rausgesucht. Außerdem bieten diese Hotels einige Services für Fernwanderer, zum Beispiel eine Waschmaschine. Lass uns am Ende gern deinen Favoriten wissen!
Der Keschtnweg oder Eisacktaler Kastanienwanderweg
Nicht nur im Herbst ist dieser Wanderweg eine Traumdestination. Obwohl der Herbst für eine Wanderung durch buntleuchtende Kastanienhaine natürlich prädestiniert ist. Von der Törggelezeit ganz zu schweigen!
Törggele- was?
Das Törggelen ist eine Südtiroler Tradition, die ihren Ursprung weit in der Geschichte hat. Buschenschänken und Landgasthöfe öffnen ihre Türen und Tore und laden ein zur Verkostung des jungen Weins und Südtiroler Spezialitäten, darunter natürlich auch die „Keschtn“ also die Kastanien. Essentieller Part des Törggelen neben Speis und Trank ist aber auch die Wanderung von einem Hof zum nächsten durch die Kastanienhaine und die Kulturlandschaft des Eisacktals und des Ritten.
Der Keschtnweg ist mit seinen 63 Kilometern ein toller Einstieg ins Fernwandern. Er erstreckt sich vom Kloster Neustift bei Brixen entlang des Eisacktals und über das Rittner Hochplateau bis zur Bilderburg Runkelstein in Bozen. Es lohnt sich, sich vorher mit der geschichte und den Sagen der Region auseinanderzusetzen. Viele der beschriebenen Orte kannst du entlang des Keschtnwegs entdecken.


Entspannung auf dem Ritten
Nach den gut 60 Kilometern zu Fuß kannst du noch ein paar Tage Erholung an deinen Urlaub in Südtirol hängen. Das familiäre Hotel Weihrerhof ist auf Fernwanderer eingestellt und begrüßt sie gern im Hotel. Angeboten werden ein Wäscheservice und Trockenräume. Du kannst dein Gepäck aber auch schon vorab schicken, wenn du nicht alle Sachen, die du für einen Wellnessabschluss benötigst über den Trail schleppen willst. Übrigens: Nicht nur wenn du den Keschtnweg gehst, liegt der Weihrerhof auf deiner Strecke. Auch vom Fernwanderweg E5 und dem Goetheweg von München nach Verona ist ein Abstecher zum Weihrerhof zur Zwischenentspannung nach der Alpenüberquerung empfehlenswert.
ALBTAL.Aussichten – Natur erleben im Schwarzwald
Auch die ALBTAL.Aussichten eignen sich mit ihren 101 Kilometern auf vier Etappen sehr gut für fitte Anfänger. Einige Höhenmeter sind zu bewältigen, doch diese sind angenehm über die Etappen verteilt. Der Weg beginnt im Albtal, dem nördlichsten Tor zum Schwarzwald und endet in Waldbronn. Auf der Tour erlebst du eine Landschaft, die noch vieles ihrer Wildheit und Ursprünglichkeit behalten hat.
Gleichzeitig entdeckst du mittelalterliche Klosterruinen, wie die des ehemaligen Zisterzienserklosters in Bad Herrenalb. Hier wächst eine Kiefer mitten auf der Klostermauer. Welche Sage sich dahinter verbirgt? Nun, du wirst es während deiner Tour herausfinden 😉
Zwischenstopp oder Endstation? Deine Entscheidung!
Das nachhaltige Wellness- und Gesundheitshotel SCHWARZWALD PANORAMA liegt in Bad Herrenalb. Von hier ist es nur eine kurze Strecke bis zur Klosterruine. Für diese musst du also nicht unbedingt den kompletten Weg gehen. Bist du aber auf den ALBTAL.Aussichten unterwegs, dann kannst du hier nach den ersten zwei Tagen einen Zwischenstopp einlegen. Oder aber du verkürzt die Strecke und läufst nur zwei Etappen, um dann im SCHWARZWALD PANORAMA leckeres, regionales Essen und eine Runde Yoga zu genießen.
Wenn du schon länger unterwegs bist, kannst du deine Wäsche im Hotel zum Waschen abgeben. Deine müden Beine und dein Rücken werden sich sicher auch über die ein oder andere Massage oder Wellnessanwendung freuen. Beides bekommst du im SCHWARZWALD PANORAMA 😉


Über Kuppen und Berge
Die Rhön ist ein deutsches Mittelgebirge und gehört zu den beliebtesten Wanderregionen. Auch Fernwander-Fans finden hier ein Paradies an Routen vor. Hier kannst du dir deine eigene Route problemlos zusammenstellen, ganz nach deinen Vorlieben und Fähigkeiten. Falls du darauf keine Lust hast, dann wirf einen Blick auf den HOCHRHÖNER®. Dieser gehört zu den beliebtesten Fernwanderwegen Deutschlands, und startet, je nachdem ob du nordwärts oder südwärts laufen willst, in Bad Kissingen oder Bad Salzungen. Er umfasst zwischen 87 und 136 Kilometer und drei Alternativrouten. Allen gemein ist, dass sie dich durch die schönsten Abschnitte der thüringischen und bayerischen Rhön führen.

Noch mehr Rhön erleben
Wenn du in Bad Salzungen gestartet bist, dann bietet es sich am Ende deines Weges an, eine Auszeit im Hotel Sturm zu machen. Von Bad Kissingen geht es dafür nach Mellrichstadt, wo dich das biozertifizierte Hotel mit wunderschönen Zimmern, leckerem Essen und ganz viel Natur erwartet. Hier kannst du deine Wanderung ausklingen lassen, oder schon die nächste Tour durch die Rhön planen. Das Biosphärenreservat hat nämlich einiges zu bieten und lässt sich vom Hotel Sturm aus perfekt erkunden.
Durch den Dschungel
Noch nicht so bekannt wie andere Ecken Thailand ist der Nationalpark Khao Sok, der knapp 150 Kilometer nördlich von Phuket liegt. Über 700 Quadratkilometer misst er und besteht zum größten Teil aus Regenwald und Kalksteinbergen. Letztere zeugen von seiner Vergangenheit als Korallenriff.

Viele Wanderwege führen mitten durch den Dschungel und lassen dich dieses faszinierende Ökosystem hautnah erleben. Also, wirklich hautnah (Vergiss das Mückenspray nicht!) Empfehlenswert ist daher, eine geführte, mehrtägige Tour zu machen. Die erfahrenen Guides kennen sich nicht nur aus und verhindern, dass du dich verirrst, sie kennen auch die Gefahren des Regenwalds, wie Schlangen im Gras oder in den Bäumen. Eine ganz besondere Empfehlung ist übrigens eine Nachtsafari durch den Dschungel zu machen: Hier kannst du Tiere entdecken, die sich tagsüber nicht blicken lassen. Auch eine Höhlentour solltest du dir nicht entgehen lassen.
Tipp für eine nachhaltige Reise in Thailand:
Achte darauf, lokal zu buchen und den Dschungel mit einem Guide aus der Region zu erkunden. Auch bei der Buchung von Unterkünften im Park solltest du schauen, dass diese von Thais geführt werden und nicht zu internationalen Franchise-Ketten gehören. So stellst du sicher, dass das Geld, das du ausgibst, im Land bleibt und direkt bei den Menschen ankommt.
Auszeit nach dem Abenteuer
Wenn du bei deinem Dschungelaufenthalt das echte Feeling haben wolltest, dann hast du vermutlich eine Tour gemacht, bei der du in einfach Unterkünften oder sogar im Zelt geschlafen hast. Wenn du danach Lust auf nachhaltigen Luxus hast, dann können wir dir das Keemala auf Phuket empfehlen. Abseits der Touristenströme und ebenfalls umgeben von naturbelassenem Wald besticht das Villenwunderland mit einzigartigen Unterkünften, Essen, das zum größten Teil aus dem eigenen Garten stammt und dem Mala Spa für noch mehr Erholung nach deinem Dschungel-Wanderabenteuer.

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