Habt ihr auch schon einmal darüber nachgedacht, mit Yoga zu beginnen oder seid ihr selbst bereits praktizierende Yogis? Ich selbst bin im Jahr 2005 zufällig zum Yoga gekommen.
Als nebenberufliche Fitness- und Group-Trainerin wurde Yoga damals als regelmäßiger Kurs in meinem Studio eingeführt und da alle Frauen plötzlich zum Yoga gingen, ging ich also auch. Ehrlich gesagt war der erste Kurs, an dem ich teilnahm, ungewohnt: Es war eine Form der Anstrengung, die ich so nicht kannte und ich war mir nicht sicher, ob es mir gefällt. Aber ich blieb dran – und nahm schnell die ersten positiven Veränderungen wahr. Ich wurde flexibler, ausgeglichener, hatte weniger Verspannungen, mein Schlaf und auch meine Migräne verbesserten sich. Ich könnte die Liste unendlich fortsetzen. Die logische Folge daraus war, dass ich mich selbst zur Yogalehrerin ausbilden ließ und mich so auf eine spannenden Reise begab.
Vorteile von Yoga
Die meisten Menschen fangen aus bestimmten Beweggründen mit Yoga an: Einige wollen Stress oder gar Schmerzen reduzieren, andere möchten ihre Körperhaltung verbessern und wieder andere wollen ihren Körper kräftigen. Doch Yoga hat noch weitaus mehr Vorteile: Es steigert die Flexibilität, regt die Verdauung an und stärkt das Immun- sowie das Herz-Kreislauf-System. Zudem fördert Yoga den Schlaf, verzögert den Alterungsprozess und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Viele Yoga-Praktizierende profitieren von einer Aufhellung der Stimmung und einer Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens.
Ihr seht: Es gibt keinen Grund nicht mit Yoga zu beginnen und spätestens jetzt habt auch ihr keine Ausrede mehr! 😉
Doch welcher der Yogastile ist der Richtige? Wenn man im Internet danach sucht, findet man heute sehr viele Angebote, was gerade für Anfänger sehr verwirrend sein kann. Um euch einen kurzen Überblick zu verschaffen, stelle ich euch hier einige Yogarichtungen vor.
Wichtig ist: probiert euch aus! Geht in unterschiedliche Kurse zu unterschiedlichen Lehrern und sucht euch das heraus, was euch am meisten anspricht. Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur das Yoga, was gut zu euch passt.

Yogastile und Richtungen
Yoga ist eine Jahrtausende alte Wissenschaft, die ihren Ursprung im Hinduismus und in Teilen des Buddhismus hat. Ursprünglich war Yoga ein reiner spiritueller Weg, der durch Meditation zur Erleuchtung führen sollte und auch nur von den obersten Kasten in Indien praktiziert werden durfte. Erst viel später entwickelte sich Yoga zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen sollte. 1893 kam der philosophische Yoga durch Swami Vivekananda erstmals in den Westen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Yoga dann in die körperliche Richtung und die ersten Asanas wurden im Westen unterrichtet und praktiziert. Sri T. Krishnamacharya, Indra Devi, BKS Iyengar, K. Pattabhi Jois und Yogi Bhajan sind nur einige Pioniere dieser Zeit.
In den letzten Jahren haben sich sehr viele Yogastile entwickelt. Einige davon haben eher traditionelle Ansätze, andere moderne. Für mich haben alle Yogarichtungen ihre Berechtigung, denn so ist für jeden etwas dabei und jeder kann das Yoga praktizieren, das seinen Vorstellungen am nächsten kommt. Einige Yogastile und Richtungen möchte ich euch gerne vorstellen, wobei ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, da das einfach den Rahmen dieses Posts sprengen würde ;-).
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Jivamukti Yoga
Jivamukti Yoga wurde von Sharon Gannon und David Life in New York gegründet. Es gehört zu den modernen, fließenden Yogarichtungen. Es setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen, wobei einer der zentralen Punkte ahimsa, die Gewaltlosigkeit, ist. Ein zentraler Bestandteil dieser Yoga Tradition ist es also keinem Lebewesen Leid zuzufügen. Es ist weitaus mehr als nur eine Yogarichtung. Es ist eine Philosophie, die einen Leitfaden für einen Lebensstil gibt. Die Praxis selbst ist sehr dynamisch und setzt sich aus fließenden Übungen (Vinyasas), Meditation und Mantras zusammen.
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Ashtanga Yoga
Den Ashtanga Yoga bezeichnet man auch als die Königsdisziplin unter den Yogastilen. Gegründet wurde Ashtanga Yoga von Patthabi Jois, der selbst in Indien lernte und insgesamt 6 Serien des Ashtanga Yoga entwickelte. Die Serien erfolgen jeweils immer in einer festen Reihenfolge und sollen täglich geübt werden. Dieser Yogastil ist sehr fordernd und dynamisch und selbst nach jahrelangem Üben, sind die meisten Übenden nur in der Lage, die ersten beiden Serien zu praktizieren.
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Vinyasa Yoga
Im Vinyasa Yoga werden die Haltungen, wie im Jivamukti Yoga und im Ashtanga Yoga, in fließenden Abläufen, also im Vinyasa geübt. Das Vinyasa Yoga ist jedoch frei von festgelegten Reihenfolgen und sehr kreativ. Genau wie die oben genannten, dynamischen Yogastile ist das Vinyasa Yoga sehr intensiv und körperlich anstrengend. Entspannung und Meditation sind hier ebenfalls Elemente einer Einheit.
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Hatha Yoga
Der Hatha Yoga ist der Ursprung aller Yogarichtungen. Der Hatha Yoga ist vor allem als körperliche Praxis bekannt, wobei die Asanas (Körperhaltungen) einzeln und nicht im Flow geübt werden. Die Haltungen werden sehr achtsam und bewusst ausgeführt und eignen sich somit vor allem für Anfänger, um mit Yoga zu beginnen. Auch Atemübungen, Entspannung und Meditation sind Teile einer Hatha Yoga Stunde.
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Private / Personal Yoga
Im Private oder Personal Yoga findet der Unterricht im 1:1 statt. Bevor man in die regelmäßige Praxis einsteigt, wird eine umfangreiche Anamnese durchgeführt, die die körperlichen aber auch mentalen Bereiche des Klienten umfassen. Auch die jeweilige Lebenssituation wird hierbei berücksichtigt und erfasst. Basierend darauf, erfolgt dann eine „Trainingsplanung“ und Ziele werden definiert. In eine solche Stunde können verschiedene Yogarichtungen einfließen. Anhand der Situation findet der Yogalehrer die richtigen Inhalte, die entsprechend von verschiedenen Stilen geprägt sein können.

Neben den Angeboten in Fitness- und Yogastudios gibt es natürlich auch Hotels, die Yogakurse sowie -Reisen, sogenannte Retreats, anbieten. In unserem nächsten Blogpost stellen wir euch einige unserer Partnerhotels vor, bei denen ihr die perfekte Kombination aus Yoga-Praxis, Entspannung und nachhaltigem Handeln erleben könnt.
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Ein sehr schöner Artikel…auch wenn ich selbst eher ein Anfänger mit gerade einmal ein paar Minuten wöchentlich beim Thema Yoga bin, es tut so gut und ist eine Bereicherung des Lebens.
Eine weitere Bereicherung sind natürliche Ergänzungen im Alltag, um das Wohlbefinden ebenfalls zu steigern:
https://markusebeling.kannaway.com
Hallo Markus,
schön, dass dir der Artikel gefällt. Bleib unbedingt dran am Yoga :-). Es ist wirklich eine Bereicherung, die man nicht mehr missen möchte! Liebe Grüße!