Schon seit 1992 gibt es den auch heute wieder stattfindenden ‚International Day of Disable Persons‘ und auch wenn sich seitdem schon einiges in Sachen Inklusion getan hat, so gibt es noch viel zu tun, bis Menschen mit Behinderungen in gleichem Maße am öffentlichen Leben teilnehmen können.
An diesem besonderen Tag möchten wir euch eines unserer Partnerhotels vorstellen, das als Vorbild dienen kann. Warum? Weil es ein Inklusionshotel ist. Es geht um das Green City Hotel Vauban in Freiburg im Breisgau.
When we secure the rights of people with disabilities, we move closer to achieving the central promise of the 2030 Agenda – to leave no one behind.
– António Guterres, UN Secretary-General
Inklusion: ein Menschenrecht
Natürlich bezieht sich Inklusion nicht ausschließlich auf Menschen mit Behinderung. Denn Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazu gehört, ganz egal wie er aussieht, welche Sprache er spricht, ob er eine Behinderung hat,… Eigentlich ganz einfach, sollte man meinen. Übrigens ist Inklusion ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgehalten ist und von den Vereinten Nationen 2006 verabschiedet wurde. Inzwischen wurde die Konvention von 132 Staaten ratifiziert. Auf der Seite von Aktion Mensch findet ihr spannende Infos zur Konvention und was bisher erreicht wurde.

Inklusion im Hotel – aus Managersicht
In Freiburg am Breisgau wird Inklusion unter anderem im Green City Hotel Vauban tatsächlich umgesetzt und gelebt. Das Hotel wurde von der Freiburger Stadtbau GmbH und der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V. gegründet. Hotelmanager Johannes Staub sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft. Mit dem Green City Hotel Vauban möchte er vor allem zeigen, dass Menschen mit Behinderungen auch auf dem 1. Arbeitsmarkt gute Leistungen bringen können – wenn man ihnen die Chance gibt. Von den 20 Mitarbeitern des Hotels haben zehn eine Behinderung. Wichtig ist laut Staub, dass die Umgebung geregelt ist und es eine gewisse Routine gibt. Dazu wird versucht, doch einmal aufkommende Stresssituationen nicht auf die Mitarbeiter mit Behinderung zu übertragen. Mit diesen einfachen Regeln klappt es für das Hotel perfekt.
… und aus Mitarbeitersicht
Ein Mitarbeiter mit Einschränkungen erzählt, dass es so zu vielen angenehmen Gesprächen mit den Gästen kommt. Ein anderer Mitarbeiter ohne Behinderung erzählt, dass sie hauptsächlich positive Erfahrungen – und zum Beispiel gerade der Rezeptionsmitarbeiter mit Behinderung oft auch in Online-Portalen positiv hervorgehoben wird. Dabei ist übrigens bei weitem nicht allen Gästen zu Beginn klar, dass es sich um ein Inklusionshotel handelt, aber diese sind anschließend umso positiver überrascht, berichtet der Mitarbeiter. Eine Besonderheit im Green City Hotel Vauban ist für ihn der soziale Umgang miteinander, der immer an erster Stelle steht – selbst in Stresssituationen! Ein toller Ansatz, der auch für jedes andere Hotel angewandt werden kann, findet ihr nicht?

Nachhaltigkeit im Green City Hotel Vauban
Natürlich ist der Aspekt, dass es ein Inklusionshotel ist, nicht das Einzige, was das Green City Hotel Vauban nachhaltig macht. Direkt auf den ersten Blick wird euch mit Sicherheit die besondere Fassade des Hotels auffallen. Sie ist begrünt und die Pflanzen hier sorgen für einen guten Temperaturausgleich des Inneren – sowohl im Winter wie im Sommer. Und ein Hingucker ist die Fassade noch dazu!
Doch nicht nur bei der Architektur wurde Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: In der Hotelküche werden wann immer möglich regionale Produkte aus anderen Integrationsbetrieben verwendet, so zum Beispiel Kaffee vom ebenfalls inklusiven Betrieb Kaffeewerk Zollernalb. Die Zimmer sind teilweise rollstuhlgerecht, im Bad wird auf Plastik verzichtet und Energie ausschließlich aus erneuerbaren Energieträgen bezogen. Weitere Informationen zu den nachhaltigen Initiativen des Hotels findet ihr hier.
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