Raus aus den Schuhen und Socken, rein in das „Barfuß-Erlebnis“. Spitz, hart, kantig, weich. Ganz schön ungewohnte Empfindungen sind das für unsere Füße, die das Laufen ohne Schuhe gar nicht mehr so gewohnt sind.
Barfußpfade und Kneipp-Becken – das hat jeder schonmal gehört. Aber was ist ein Barfußpfad genau? Und wofür ist er gut? Warum solltest du mit nackten Füßen durch kaltes Wasser laufen? Wir haben uns mal ein bisschen umgehört und sind auch bei unseren grünen Perlen auf tolle Barfuß-Erlebniswelten gestoßen.

Barfuß laufen ist gesund
Barfußpfade fördern die Gesundheit. Wenn wir mit nackten Füßen über verschiedene Materialien bzw. Bodenbeläge gehen, kommen auch sonst selten genutzte Fußmuskeln zum Einsatz. Das wirkt sich positiv auf den gesamten Bewegungsapparat wie Knie, Hüfte oder den Rücken aus. Der ganze Körper kommt ins Gleichgewicht. Weiter werden beim Barfußlaufen motorische Fähigkeiten, Bewegungskompetenz und Koordinationsvermögen geschult und alle weiteren Sinne aktiviert. Diese Effekte gelten für kleine und große Leute. Vor dem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Kleinkinder in der Lauflernphase möglichst viel ohne Schuhe laufen und erst mit sicherem Gang welche tragen sollen, oder?
Man hat zwar festgestellt, dass Menschen immer weniger das Gefühl kennen, barfuß zu laufen, dass ihnen im wahrsten Sinne das Gespür für die Natur fehlt. Doch dieses kann durch bewusste Barfuß-Erlebnisse wieder neu entstehen. (via Uni Ulm)

Barfuß laufen dient der Natur
Das Laufen ohne Schuhe hat also viele Vorteile für den Körper. Und nicht nur das: Durch die natürliche Umgebung, in der die meisten Barfußpfade angelegt sind, entwickeln Menschen automatisch ein stärkeres Bewusstsein und steigendes Interesse für Themen rund um die Natur. Barfußpfad-LäuferInnen nehmen das Drumherum sensibler wahr und schätzen ihre Umwelt wert. So bietet diese besondere Art der Fußmassage also auch Vorteile für die Natur. Oben drauf kommt noch, dass das Begehen eines Barfußpfades eine tolle, originelle Aktion ist und eine Menge Spaß macht. =)
Wenn du dich noch etwas mehr ins Barfußlaufen einlesen möchtest, gibt es hier ein interessantes Interview mit einem Barfuß-Trainer.
„Alles, was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt.” – Sebastian Kneipp
Aufbau und Materialien Barfußpfade
Wenn du nun ganz ohne Schuhe und Socken unterwegs bist, spürst du die unterschiedlichen Bodenbeläge intensiver als mit. Das ist klar. Einige Materialien eignen sich dafür besonders gut und sind daher häufig bei angelegten Barfußpfaden zu finden. Dazu gehören Steine und Baumscheiben in verschiedenen Größen, Gras, Stroh, Zapfen, Erde, Sand, Wasser. Diese sind so angeordnet, dass sie dir beim Begehen und Spüren eine besondere Abwechslung verschaffen. Solch einen Sinnes-Pfad findest du zum Beispiel im Wellnessbereich des HUBERTUS Mountain Refugio im Allgäu. Hier läufst du über Steine aus der nahen Umgebung, dem Naturpark Nagelfluh, außerdem über Hackschnitzel, Kies und Wasser.
„Wir möchten, dass sie wieder die Natur unter ihren Füßen spüren.“ – Hubertus Mountain Refugio

Größer angelegt nennt sich das ganze Barfußpark. Hier kannst du eine längere Strecke barfuß zurücklegen (zwischen 1-5 Kilometer Länge). Meist gibt es neben dem reinen Barfußlaufen auf verschiedenen Bodenbelägen auch noch weitere Möglichkeiten zur Sinneswahrnehmung, wie Balancierstrecken, Hängebrücken, Schlammbecken u. ä.
Falls du solch einen angelegten Barfußpark in deiner Nähe suchst, kannst du gern hier nachsehen.

Kneipp-Becken
Wie schon erwähnt, gehören neben den Barfußpfaden auch Kneipp-Becken zu gesundheitsförderlichen Barfuß-Erfahrungen. Ein solches Becken beinhaltet unter 18 Grad kaltes Wasser, so tief, dass nicht nur deine Füße, sondern deine Waden gleich mit ins Wasser eintauchen können. Beim sogenannten „Wassertreten“ solltest du darauf achten, dass du abwechselnd ein Bein aus dem Wasser hochhebst, du sozusagen auf der Stelle trittst. Das Waten im Kneipp-Becken fördert die Durchblutung in den Venen, regt den Kreislauf an, hilft gegen Migräne und kann den Schlaf verbessern. Einige unserer Green Pearls© Partner haben in ihren Außenanlagen solche Becken angelegt, wie zum Beispiel das Berghotel Rehlegg im Berchtesgadener Land und das Naturhotel Outside in Osttirol. Beim Naturhotel Outside führt der Kneipp-Gang entlang des Naturbadeteichs. Gar nicht weit davon entfernt, in Südtirol, hat das Hotel Weihrerhof einen Kneippbach mit Wolfsgrubenersee-Wasser angelegt. Auf dem Grund des Bachs beim Hotel Weihrerhof liegen verschieden große Steine, um während des Wassertretens noch deine Fußreflexe und -muskeln zu aktivieren. Hier genießt du zusätzlich einen Barfußweg, auf dem du mit deinen Füßen Steine, Sand und Rundhölzer erspüren kannst. So kannst du dir im Urlaub immer mal wieder zwischendurch eine kleine Portion „Natur-Spüren“ und Immunstärkung abholen. Wenn du dir am Abend eine Kneipp-Runde gönnst, ist dir erholsamer Schlaf für die Nacht sicher.
Barfuß in der Stadt
Wusstest du, dass im modernen Städtebau gerne Möglichkeiten zu Barfuß-Erfahrungen mit eingeplant werden? Am Münchener Rindermarkt zum Beispiel kannst du für einen Moment Schuhe und Socken am Rand eines Brunnens parken und deine Füße im Wasser baumeln lassen. In Bordeaux lädt der weltgrößte „Wasserspiegel“ Miroir d’eau täglich viele Menschen dazu ein, barfuß im kühlen Nass zu laufen.
Bestimmt fallen dir auch gleich Orte in deiner Nähe ein, an denen du schonmal barfuß unterwegs warst.
Erzähl uns davon und pinne gerne die Bilder.



