Es war einmal … so fangen Märchen an und so beginnt auch die Geschichte des Hotel Das Rübezahl
Hildegard und Herbert Thurm waren Heimatvertriebene aus dem Riesengebirge in Schlesien. Ihr erster Anlaufpunkt nach der Flucht war das Ruhrgebiet. Als sie merkten, dass sie dort nicht heimisch werden konnten, entschlossen sie sich zu einem Neuanfang im Allgäu. 1959 eröffneten Hildegard und Herbert eine kleine Gastwirtschaft mit Fremdenzimmern dort, wo das heutige Hotel steht. Die Saison war sehr kurz, was eine große Herausforderung darstellte. Die misstrauischen Einheimischen machten es den beiden nicht leicht und glaubten nicht an einen Erfolg.
Mit viel Mut und Optimismus und dem Glauben an den Erfolg von Fortschritt und Komfort gelang es ihnen über die Jahre, die erste Pension mit warmem Wasser in den Zimmern zu werden. Im weiteren Verlauf werden Duschen eingebaut, es gibt Fernseher. Das alles war eine kleine Sensation in den frühen 1960er-Jahren. Die ganze Familie packte mit an, der Sohn Erhard Thurm wurde auf eine weiterführende Schule geschickt und absolvierte eine Kochlehre und die Hotelfachschule
„Am Ende wollte ich meinen Eltern beweisen, dass sie aufs richtige Pferd gesetzt haben“, sagt Erhard Thurm. „Manchmal ist es doch so: Je weniger man hat, desto mehr strengt man sich an.“

Die Brasilianerin im Allgäu
Giselle Gorian Teixeira, die brasilianische Eiskunstlaufmeisterin von 1984/85, kam ins Allgäu, um mit den besten Trainern und Trainingsbedingungen für Olympia zu trainieren. Wohnung und Training wurden vom deutschen Eislaufverband gestellt, ihr Leben musste sie selbst finanzieren und so verkaufte sie tagsüber Souvenirs und abends jobbte sie im Rübezahl. Dort traf sie auf den jungen Küchenchef Erhard, für den es Liebe auf den ersten Blick war. Nach Monaten des Kartoffelschälens erhörte Giselle ihn und sie wurden ein Paar. 1990 wurde geheiratet und fünf Jahre später kam der gemeinsame Sohn Alexander auf die Welt. Hotelier zu sein wurde im in die Wiege gelegt, verbrachte er doch schon seine Anfänge als Kleinkind im Laufstall hinter der Rezeption. Später studierte er Hotelmanagement und arbeitete in einigen der besten Häuser Europas. Seine Schwester Franziska kommt als Langläuferin unter die ersten zehn in Deutschland und studierte dann ebenfalls Hotelmanagement. Der Bruder Stefan entschied sich fürs Gärtnern und gegen das Hotel und ist damit glücklich.

Das Hotel wird vergrößert
Erhardt und Giselle vergrößerten das Rübezahl in den 1990er-Jahren auf 115 Betten und ergänzten das Landhaus. Der Freistaat Bayern engagiert sich mit einer stillen Beteiligung. Der Gasthof wird zum Restaurant und aus der Sauna mit Solarium ein kleiner Spa. Ab 2000 finden weiterreichende Umbauten statt. Seit Oktober 2017 greift das Gourmetrestaurant Gams & Gloria kulinarisch nach den Sternen. Märchen werden wirklich manchmal wahr.
Die Lage und das Hotel
Ihr findet das Hotel in Schwangau bei Füssen, auch bekannt als Land der Berge, Schlösser und Seen. Es liegt vis-à-vis des berühmten Königsschloss Neuschwanstein.
Das Boutique Hotel hat 54 Deluxe-Zimmer und Design-Suiten, ein großer Wellnessbereich sorgt für maximale Entschleunigung und ihr habt die Wahl, wo ihr essen könnt – gleich zwei Restaurants verwöhnen euch kulinarisch.

Urlaub ohne Reue
Die Gastgeberfamilie setzt auf ein nachhaltiges Konzept. So werden ausschließlich natürliche und heimische Materialien verwendet, der Fokus liegt auf einer wertschätzenden Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Lieferanten und einer grünen Stromversorgung. Seit 2021 werden 90 % des Strombedarfs per Fotovoltaik oder modernem Blockheizkraftwerk selbst generiert. Der Wellnessgarten beherbergt außerdem eine spezielle Blumen- und Kräuterwiese, um Raum für bedrohte Arten zu bieten. Der natürliche Kreislauf und die heimische Flora und Fauna stehen auch in den beiden Hotelrestaurants im Fokus. Sowohl für das Restaurant Louis II. mit seiner gesunden und leichten Küche, als auch im sterngekrönten Gams & Gloria, werden Produkte soweit möglich von regionalen Produzenten bezogen und die Auswahl der Speisen saisonal ausgerichtet.
Gäste des Hotel Das Rübezahl können ihren Urlaub CO2-neutral verbringen, indem sie ihren persönlichen CO2-Fußabdruck über ein Aufforstungsprojekt kompensieren.
Haben wir euch Lust auf einen Urlaub im Hotel Das Rübezahl gemacht oder wart ihr schon mal dort? Wir sind gespannt auf euer Feedback. Und falls ihr das Hotel für einen späteren Urlaub speichern wollt, pinnt ihn doch einfach auf Pinterest.




