Andaman Discoveries setzt sich für gemeinschaftsbasierten Tourismus an der Andamanenküste in Thailand ein. Aus einem spontanen Hilfsprojekt wurde im Laufe der Zeit so ein zukunftsfähiges Modell.
Schon häufiger haben wir euch hier auf dem Green Travel Blog von gemeinschaftsbasiertem Tourismus erzählt und euch Projekte in Thailand vorgestellt. Eines davon ist Andaman Discoveries, deren Geschichte mit einer Tragödie verbunden ist: Nach dem Tsunami, der 2004 auf die Andamanenküste Thailands traf, gründete Body Garrett NATR, North Andaman Tsunami Relief. Eine Gruppe Freiwilliger, die den Einheimischen beim Wiederaufbau helfen wollte. Nach und nach entwickelte sich die Gruppe weiter und zunächst wurde 2007 die Folge-Organisation Andaman Discoveries gegründet. Sie führten die Arbeit des NATR weiter und bauten gemeinsam mit den betroffenen Dörfern gemeinschaftsbasierte Tourismusprojekte auf. Immer mehr Gemeinden erfuhren von den Möglichkeiten und wollten sich ebenfalls nachhaltig aufstellen und dem sanften Tourismus öffnen.

Nachhaltige Entwicklungs- und Tourismushilfe
Als zweites Standbein gründeten NATR 2014 die North Andaman Network Foundation (NAN), die sich nicht mit Tourismus-, sondern mit Entwicklungsprojekten beschäftigt. Gemeinsam unterstützt dieses Hilfsnetzwerk nun verschiedene nachhaltige Projekte, die den Gemeinden bei der Weiterentwicklung in unterschiedlichen Bereichen helfen: von Erwachsenen- und Kinderbildung, dem Aufbau von Gemeindezentren, Projekten zum Schutz der Mangrovenwälder bis zu der Umstellung auf biologischen Anbau oder ein effektiveres Müllmanagement. Übrigens könnt ihr bei einigen dieser Projekte auch als Freiwillige mitarbeiten und so etwas Gutes vor Ort tun.
„Von, für und mit Einheimischen“
So könnte man das Konzept des gemeinschaftsbasierten Tourismus beschreiben. Das besondere ist dabei, dass den Einheimischen ein weiteres wichtiges Standbein geboten wird, was der ganzen Gemeinschaft vor Ort zu Gute kommt. Zudem können so Traditionen und Kulturen bewahrt werden. Nicht zuletzt freuen sich die Locals, wenn sie euch ihre Kultur zeigen können. Für euch bedeutet der gemeinschaftsbasierte Tourismus vor allem eins: Ihr macht wirklich einmalige Erfahrungen, kommt in Kontakt mit den vor Ort lebenden Menschen und ihren Traditionen und nehmt weit mehr von einer solchen Reise mit nach Hause als nur die Erinnerung an schöne Strände. Ob es sich dabei um einen längeren Aufenthalt im Homestay handelt, eine Stadtführung mit Locals oder gemeinsame Erkundungstouren in untouristische Stadtteile – das Angebot in Thailand ist groß.

Zuhause im Fischerdorf Ban Sam Chong
An der Küste der thailändischen Provinz Phang-ngas sind verschiedenste Kulturen Zuhause: von buddhistischen, über muslimische bis hin zu Moken (Seenomaden)-Dörfern. Andaman Discoveries bietet zwei- bis dreitägige Touren an, bei denen ihr mit einem lokalen Übersetzer Land und Leute kennenlernt und im Homestay übernachtet. Bei der „Phang-nga Bay Tour“ erkundet ihr zum Beispiel das kleine Fischerdorf Ban Sam Chong, das an der Küste eines Mangrovenkanals liegt. Gemeinsam mit Locals fahrt ihr mit dem Kajak durch die Mangroven, lernt wie traditionell gefischt wird und mit natürlichen Farben Textilien gefärbt werden. Am zweiten Tag erwartet euch ein besonderes Highlight, wenn ihr mit dem Longtail-Boot früh morgens aufs Meer hinausfahrt und den Sonnenaufgang bestaunt!

Ganz anders, aber nicht weniger spannend ist die „Moken Experience“ im Koh Surin Nationalpark, bei der ihr in die spannende Welt der Seenomaden eintaucht. Mehr darüber erfahrt ihr hier:
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