Das Ökosystem der Meere ist empfindlich und – viel schlimmer noch – ständigen Bedrohungen durch das Handeln der Menschen ausgesetzt. Von Verschmutzung, über Überfischung bis hin zu steigenden Wassertemperaturen. Wie ihr bestimmt auch schon häufiger gelesen habt, leiden darunter auch die Korallenriffe enorm. Dabei spielen gerade die Riffe eine wichtige Rolle und sind mehr als nur schön anzusehen: Sie sind zum Beispiel das Zuhause von einer Vielzahl von Meereslebewesen, dienen vor den Küsten als Wellenbrecher und ohne die Korallenriffe gäbe es auch ganze Inselgruppen wie die Malediven nicht. Glücklicherweise setzen sich immer mehr Menschen und Projekte weltweit für den Erhalt der Meere und der Korallenriffe ein. Heute nehmen wir euch dafür mit nach Thailand und stellen euch ein spannendes Projekt in der Region Prachuap Khiri Khan, genauer auf der Insel Koh Talu vor.

Gefährliche Fischerei
Die Insel Koh Talu befindet sich im Nordwesten des thailändischen Golfs. Jahrelang wurde hier viel zu viel gefischt, früher wurden dabei sogar Methoden wie das Dynamitfischen oder Cyanidfischen angewandt. Wie die Namen vermuten lassen, werden beim Dynamitfischen Sprengsätze zum Betäuben oder Töten der Fische verwendet – das ist inzwischen übrigens in fast allen Ländern der Welt verboten. Beim Cyanidfischen wird Natriumcyanid zur Betäubung der Fische verwendet. Das größte Problem dabei: die Methode ist nicht besonders treffgenau. Wie man sich leicht vorstellen kann, waren die daraus entstanden Schäden für das Ökosystem des Meeres sehr groß.
Bewusstsein schaffen und Lösungen finden
Seit einiger Zeit allerdings engagieren sich hier aber neben der Insel selbst, auch einige dort ansässige Resorts sowie die Organisation Marine Science Activity Conservation Foundation (MSACF) für den Schutz der Meere. Ein wichtiger Schritt ist dabei unter anderem die Durchführung von Kampagnen, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen und sie so zu umweltbewussterem Handeln zu motivieren.
Zusätzlich werden auf Koh Talu Korallen gezüchtet, die anschließend wieder an die Riffe transplantiert werden, um diese so aufzuforsten. Wenn ihr auf der Insel seid, haltet ruhig Ausschau, oft kann man bei diesem Projekt als Freiwillige/r mithelfen. Dank diesem Einsatz könnt ihr heute beim Tauchen übrigens wieder eine bunte Unterwasserwelt genießen!


Die neu angepflanzten Korallen fühlen sich wohl. © Koh Talu
Ähnlich gehen übrigens die Resorts Gili Lankanfushi und Reethi Faru auf den Malediven vor. Hier gibt’s mehr Infos zum Thema Korallenaufforstung.
Ein Herz für Schildkröten
Im Koh Talu Island Resort befindet sich übrigens auch die inselweit größte Schildkrötenaufzuchtstation: Gemeinsam mit privaten und Regierungsorganisationen sowie mit der Unterstützung der Inselbewohner, kümmert sich das Resort sowohl um die sichere Aufzucht der neugeborenen Schildkröten, als auch um deren Freilassung. Außerdem überwachen und beschützen sie die Brutplätze. Als Volunteer könnt ihr hier ebenfalls helfen, zum Beispiel in dem ihr bei der Reinigung der Aufzuchtbecken helft.

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