Green Pearls® die Zukunft des Reisens mit diesem hehren Ziel, sind wir 2012 gestartet. Hat uns die Entwicklung im Tourismus eingeholt? Welche Veränderungen bemerken die lokalen Anbieter? Gibt es neue Konzepte für die aktuellen Herausforderungen und Bedürfnisse? Wir haben einige Green Pearls® Hoteliers dazu befragt:

Louis Balme, Puri Dajuma, West Bali
Wie wird sich Ihrer Meinung nach das Reiseverhalten durch Corona ändern?
Reisende werden umweltfreundlichere Verkehrsmittel und Aufenthalte bevorzugen.
Welche nachhaltige Vision haben Sie für die Zukunft Ihres Hotels?
Wir wollen die einzigartige Natur und Kultur Balis bewahren. Wir werden unseren Gästen mehr kulturelle Erlebnisse mit den lokalen Dorfbewohnern bieten.
Welche Veränderungen stellen Sie bereits fest? (Längere Aufenthalte, andere Transportmittel der Gäste usw.)
Das Engagement unserer Gäste für Nachhaltigkeit ist zweifellos seit einigen Jahren stark gewachsen. Mit dem Corona Virus erwarten wir eine Beschleunigung des Phänomens.
Barbara und Tomislav Tascijevic-Porwoll, Hôtel Le Pavillion, Paris
Wie wird sich Ihrer Meinung nach das Reiseverhalten durch Corona ändern?
Reiseziele im eigenen Land, auf das Land und in die Natur werden Vorrang haben, um sich zu regenerieren und fernab des Alltags entspannen zu können. Apartments mit Selbstverpflegung werden sicher in Zukunft noch mehr gefragt sein.
Welche Veränderungen nehmen Sie jetzt schon wahr? (Längere Aufenthalte, andere Verkehrsmittel der Gäste etc.)
Wir sehen, dass die großen Städte gemieden werden und z.B. Paris beim Tourismus auf null angelangt ist. Geschäftstourismus fällt ebenfalls weg, da die Menschen im Homeoffice arbeiten und Meetings online abgehalten werden. Große Veranstaltungen fallen weg.
Welche nachhaltige Vision haben Sie für die Zukunft Ihres Hotels?
Die einzige Chance für uns in der Zukunft hier im Herzen von Paris ist unsere Vorreiterposition in Bezug auf Nachhaltigkeit und Gesundheit für den Kunden. Das Hôtel Le Pavillon verfügt als erstes und einziges Hotel in Frankreich über ein spezielles Luftfiltersystem für Asthmatiker und über Harmonisierung von Elektrosmog, vitalisiertes Wasser und Zimmer für elektrosensible Menschen. Unsere Green Pearls Zertifizierung, das Europäische Ökolabel und auch Green Key sind ein Garant für nachhaltige Qualität und somit ist bei uns immer eine Basis für Gesundheit und Sicherheit gegeben für einen Aufenthalt in Paris.
José Koechlin von Stein, Inkaterra, Peru
Wie wird sich Ihrer Meinung nach das Reiseverhalten durch Corona ändern?
Der Tourismus ist nicht nur eine Quelle der Inspiration, sondern auch ein Menschenrecht. Wir Menschen müssen reisen, uns bewegen, die Vielfalt von Kultur und Natur im Ausland erleben. Reisen macht uns weiser und sensibler. Es erlaubt uns, uns frei zu fühlen. Irgendwann wird COVID verblassen, aber unsere Bucketlist nicht.
Die Reisenden werden nach sinnvollen Erfahrungen suchen, um zu lernen und sich wieder mit der Natur und den lokalen Kulturen zu verbinden. Es wird ein Bedürfnis nach Einsamkeit geben, ein sehr knappes Gut heutzutage und ein Engagement für eine positive soziale und ökologische Entwicklung. Besondere Erlebnisse und Erfahrungen stehen im Vordergrund, von denen viele bereits heute von Inkaterra gefördert werden, zum Beispiel Vogelbeobachtung, lokale Gastronomie oder akademischer Tourismus.
Gesegnet mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt und einer 55 Jahrhunderte alten Geschichte hat Peru alles, um die Sehnsüchte zu erfüllen, die die Reisegesellschaft bewegen.
Welche nachhaltige Vision haben Sie für die Zukunft Ihres Hotels?
Seit 1975, als wir noch Pioniere des Ökotourismus in Peru waren, hat Inkaterra eine Kultur der Nachhaltigkeit in seiner DNA. Nachhaltige Entwicklung ist der Kern unseres Geschäfts; Ökotourismus ist das Mittel, um unser Ziel zu erreichen. Der aktuelle Kontext treibt uns an, uns auch weiterhin für die wissenschaftliche Forschung als Grundlage für die Erhaltung der Artenvielfalt und das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften einzusetzen. Mehr denn je müssen wir unser kulturelles und natürliches Erbe für künftigen Generationen bewahren.
So hat beispielsweise die NGO Inkaterra Asociación eine strategische Allianz mit dem multinationalen Getränkekonzern AJE Group, der Green Initiative und dem Rathaus von Machu Picchu geschlossen, um die Sehenswürdigkeit Machu Picchu zum ersten Co2 neutralen Weltwunder zu machen – ein replizierbares Modell einer Kreislaufwirtschaft durch nachhaltige Bewirtschaftung fast aller festen Abfälle.
Darüber hinaus zielt unser Joint Venture mit der Smithsonian Institution darauf ab, die genetische Verbindung innerhalb des Madre de Dios-Regenwalds im südöstlichen Amazonasgebiet von Peru durch einen 84.000 Hektar großen nachhaltigen Landschaftskorridor vom unteren Madre de Dios-Fluss bis zur Grenze zwischen Peru und Bolivien wiederherzustellen. Eine Initiative, um die Auswirkungen des illegalen Bergbaus durch Wiederaufforstung zu mildern und neue nachhaltige Einkommensquellen zugunsten der lokalen Gemeinschaften zu schaffen.
Hier gibt es den ersten Teil zu lesen: Gute Perspektiven für nachhaltigen Tourismus
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