Travel to Hell: Die schlimmsten Reisetrends fürs Klima

Travel to Hell – 6 Reisetrends, mit dem du dem Planeten den Rest gibst

Travel to Hell – 6 Reisetrends, mit dem du dem Planeten den Rest gibst

Trends, die zur Schädigung des Klimas einladen? Gibt es leider viele. Hier sind einige der schlimmsten Trends, mit denen tatsächlich geworben wird. BILD: Pexels

 

1# Fliegen für Flugzeugessen

Klingt absurd? Es kommt noch schlimmer. Für Condé Nast Traveller stellte sich Lucy Bruton die Frage: “Soll ich 14 Stunden fliegen, nur um ein Vier-Gänge-Menü in 12.000 Metern Höhe zu probieren?” Antwort: Reisepass eingepackt und los. Anlass war das neue Bordmenü von Sterneköchin Monica Galetti für Singapore Airlines. Bruton flog dafür in der Business Class von London nach Singapur.

 

2# Wildtier-Selfies 

Sich für ein Selfie von einem Hai beißen lassen? Laut der WELT ist das ein neuer TikTok-Trend. Wobei sich die Zahl derjenigen, die das wirklich machen, doch stark in Grenzen hält. Nichtsdestotrotz sind spektakuläre Selfies mit wilden Tieren ein echtes Problem. Elefantenreiten zum Beispiel. Nie würden dich Elefanten freiwillig auf ihnen reiten lassen. Es geht nur, wenn sie von klein auf dafür mit Ketten und Haken gefügig gemacht wurden. Über Tierschutz auf Reisen haben wir kürzlich erst mit Dr. Yvonne Würz von PETA im Interview gesprochen.

 

3# Geld sparen bei K-Beauty Trips 

Koreanische Beauty-Trends sind ja aktuell stark angesagt. Hierbei geht es nicht nur um Masken und Cremes, sondern auch minimal-invasive „Dermatology“-Behandlungen, wie sie z. B. die US-amerikanische Influencerin Nam Vo propagiert. In einem Allure-Erfahrungsbericht schlüsselt sie genau auf, warum der Trip nach Seoul trotz Flugticket günstiger ist, als Behandlungen in New York. Also Geld sparen – und nach mir die Sintflut. 

 

4# Last Chance Tourism 

Apropos Sintflut – wie wäre es mit einem Trip zu den Malediven, bevor der Inselstaat im Meer versinkt? Zum Toten Meer, bevor es austrocknet oder zur Arktis, solange es noch Eisberge gibt? Wie wir in den verlinkten Artikeln erklären, gibt es Möglichkeiten, dies verantwortungsvoll zu tun. Und nicht “oh, die letzte bunte Koralle – die nehme ich mit nach Hause”.

 

5# Menschen-Zoos

Menschen-Zoos gibt’s nicht mehr. Oder? In einem interessanten Artikel für den Kontinentalist argumentiert Zafirah Mohamed Zein, dass Teile dieses kolonialen Erbes im Tourismus bis heute nachwirken. Etwa dann, wenn Reisende indigene Gemeinschaften besuchen und erwarten, dass für sie traditionelle Kleidung getragen oder Tänze und Rituale aufgeführt werden – teilweise völlig losgelöst von ihrem eigentlichen kulturellen Kontext. Besonders problematisch wird es, wenn die Gemeinschaften nicht selbst bestimmen können, wie Tourismus auf ihrem Land stattfindet und wer daran verdient. 

 

6# Space Tourism

Wir sagen ja immer, Planet B gäbe es nicht. Aber gewisse Menschen scheinen doch daran zu glauben. Wie in dem süßen Film “WALL-E – Der Letzte räumt die Erde auf”. Oder man will einfach nur ein bisschen Spaß. Vier Minuten Schwerelosigkeit für 750.000 Dollar. Laut dem Nahost-Magazin Asharq-Awsat sind bis 2026 rund 140 Menschen als Tourist*innen ins All gereist und ganz unkritisch wird diesem Markt ein großes Potenzial zugeschrieben. 

 

Die Liste lässt sich beliebig weiterführen, was fällt dir noch ein?


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