Mülltrennung mit KI - Kann sie unser Recycling verbessern?

Mülltrennung mit KI – Kann künstliche Intelligenz unser Recycling verbessern?

Mülltrennung mit KI – Kann künstliche Intelligenz unser Recycling verbessern?

Derzeit gibt es keinen Bereich, in dem nicht auf irgendeine Weise versucht wird, KI zu integrieren. In vielen Fällen stehen erheblicher Energie- und Wasserverbrauch (für die Rechenzentren) einem nicht immer nachvollziehbaren Nutzen entgegen. Doch wie steht es um KI-gestützte Mülltrennung? BILD: Pexels

 

Mülltrennung mit KI – Was ist das und wo wird es eingesetzt?

Die Idee ist sehr simpel: Mithilfe von Sensoren, Kameraaufnahmen und Bilderkennungssoftware erkennt das KI-Tool falsch eingeordneten Müll – sogenannte „Fehlwürfe” – oder sortiert Müll in manchen Fällen gleich selbst.

Ersteres ist vor allem bei der Abfallverwertung hilfreich. So nutzt beispielsweise die österreichische Gemeinde Krems ein solches KI-Tool, um Bioabfall zu bewerten und festzustellen, ob er noch einmal sortiert werden muss oder direkt zum Kompostierhaufen gebracht werden kann – und das direkt im Müllfahrzeug. Aber auch bei der Analyse von Müllmengenarten sowie bei der Planung von Routen und Aufklärungsstrategien ist eine solche Analyse hilfreich und steigert die Effizienz.

Ein weiterer Anwendungsbereich, den ich hier betrachtet habe, sind selbst sortierende Mülleimer. Diese scannen, wie beim Beispiel von „Oscar Sort”, den Müll, den du wegwerfen willst, und zeigen dir die richtige Tonne. Alternativ sortieren sie den Müll selbst, wie es die Ameru-Tonne tut. Solche Lösungen beseitigen das Problem direkt an der Wurzel. Vorausgesetzt natürlich, dass sich Menschen an die Empfehlungen halten und die KI wie vorgesehen funktioniert.

 

 

Mülltrennung mit KI zu Hause

Wer jetzt denkt: „Toll, so eine Tonne muss ich mir direkt zulegen!”, den muss ich leider enttäuschen. Gerade die selbst sortierenden Mülltonnen sind für Privathaushalte derzeit alles andere als erschwinglich. Sie kosten mehrere tausend Euro. 

 

Doch mit der KI-Mülltrennung kannst du direkt starten – per App.

 

Die EcoScan-App im Test

Eine der wenigen in Deutschland erhältlichen Apps ist die EcoScan-App, die ich für diesen Artikel ausprobiert habe. Du hast die Möglichkeit, entweder ein Foto von deinem Müll zu machen oder den Barcode zu scannen. Beide Optionen haben bei mir gut funktioniert. Die ortspezifischen Empfehlungen sind jedoch ein Premium-Feature. 

Eine andere App, die ich im Auge behalten werde, ist die Wertis-App. Dabei handelt es sich um ein Verbundprojekt der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, der dida Datenschmiede, der GE-T GmbH und der Abfallentsorgungsgesellschaft A+B Peine. Sie funktioniert nach demselben Prinzip und ist speziell für den deutschen Markt konzipiert. 

 

Abgesehen von solchen Apps muss ich aber leider berichten, dass die Zukunft (zuhause) noch auf sich warten lässt

 


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