Weißer Trüffel ist als frischgerntete Delikatesse nur wenige Tage haltbar und wird darum als Express-Luftfracht weltweit in die Spitzengastronomie verschickt. Eine bessere Idee: Probiere frischen Trüffel doch direkt vor Ort! Bei einer Genussreise rund um Alba – am besten im November. BILD: ©Giorgio Pulcini | Stock.Adobe.com
Internationale Trüffel-Messe vom 10. Oktober bis 6. Dezember
Rund um Alba in Piedmont, Italien, beginnt gerade die Saison des Tuber magnatum Pico. Vom 10. Oktober bis 6. Dezember 2026 findet hier die 96. Internationale Messe des Weißen Trüffels statt. Das diesjährige Motto „Autentiche Relazioni“ stellt die Beziehungen zwischen Natur, Landschaft, Menschen und Trüffelkultur in den Mittelpunkt.
Wie nachhaltig sind Trüffel?
Trüffel lassen sich nicht unabhängig von ihrer Umgebung betrachten. Der weiße Trüffel lebt in Mykorrhiza-Symbiose mit Bäumen und ist auf ganz bestimmte Bedingungen bei Boden, Feuchtigkeit und Temperatur angewiesen.
Gesucht wird traditionell zu Fuß mit ausgebildeten Trüffelhunden. (Schweine sind schon lange verboten, da sie den Boden zerstören.)
Es handelt sich somit um ein naturbelassenes Produkt abseits der industriellen Landwirtschaft, das an sich ein nachhaltiges Lebensmittel darstellt. Gerade weil der Trüffel nicht als Massenprodukt angebaut werden kann, aber weltweit begehrt ist, weckt er Begehrlichkeiten, die mittlerweile bis zur Kriminalität reichen.
Pilze leiden am Klimawandel
Ein weiteres Problem: Der empfindliche Pilz bekommt den Klimawandel deutlich zu spüren: Längere Trockenperioden und höhere Temperaturen können das Wachstum beeinträchtigen. Eine aktuelle italienische Studie untersucht deshalb sogar, ob gezielte Bewässerung natürliche Trüffelgebiete künftig widerstandsfähiger gegen Dürre machen könnte.
Unser Tipp: Genussreise nach Piedmont
Im Piemont kannst du den weißen Trüffel dort probieren, wo er Teil der regionalen Esskultur ist: etwa über Tajarin, Risotto oder einem einfachen Ei. Auf dem offiziellen Trüffelmarkt in Alba werden kontrollierte Tartufo Bianco d’Alba direkt von Trüffelsucher*innen und Händler*innen angeboten.
Passender Ausgangspunkt sind die Rocche di Montexelo in Monticello d’Alba. Die Gastgeber Irene und Roberto kennen sich bestens mit Kulinarik aus und organisieren für ihre Gäste sogar geführte Trüffel-Touren.
So wird aus einem Luxusprodukt das, was es ursprünglich ist: eine saisonale Spezialität, die untrennbar mit ihrer Landschaft verbunden ist.


