Ihr wollt fremde Länder entdecken und dabei Land, Leute und Traditionen wirklich kennenlernen? Das ist gut. Und wenn ihr es dabei schafft, euer Verhalten den Bräuchen und Gepflogenheiten vor Ort anzupassen, umso besser, denn es zeigt eure Wertschätzung der einheimischen Bevölkerung gegenüber. Das gilt überall auf der Welt. Worauf ihr speziell bei eurem Thailand-Urlaub achten müsst, um nicht in ein riesiges Fettnäpfchen zu treten, lest ihr hier.
Hallo Sie da? Die richtige Begrüßung
In Thailand begrüßt man sich nicht mit Handschlag, sondern legt seine Handflächen auf Höhe der Brust aneinander und verbeugt sich leicht. Diese Begrüßungsform nennen Thailänder „Wai“. Die genau richtige Bewegung mit Kopf und Oberkörper zu machen, ist allerdings gar nicht so einfach.
Wenn ihr einen Thai direkt ansprechen möchtet, müsst ihr seinen Vornamen verwenden und die Anrede Khun voranstellen. Khun gilt gleichermaßen für Mann oder Frau.
Von Kopf bis Fuß – die Bedeutung der Körperteile
Der Kopf hat in Thailand die würdigste Bedeutung. Dem buddhistischen Glauben nach ist der Kopf Sitz der Seele und somit heiligster Teil des Körpers. Ihr solltet daher niemals einen Thai am Kopf berühren. Auch nicht einem kleinen Kind freundlich durch die Haare wuscheln.
Links oder rechts? In Thailand ganz einfach: Rechts, denn die linke Hand gilt als unrein, da diese zur Reinigung auf der Toilette benutzt wird. Ihr solltet also mit eurer linken Hand niemals auf Personen zeigen. Auch wenn ihr bezahlt, Essen oder etwas anderes entgegennehmt, benutzt am besten nur die rechte Hand.
Genauso wie die linke Hand gelten die Füße als unrein und unwürdig. Sitzt ihr in einer gemütlichen Runde mit Thais zusammen am Boden, solltet ihr also darauf achten, dass eure Zehen nicht in Richtung einer Person, einer Buddha Statue oder auf ein Bild der Königsfamilie zeigen.

Respekt vor dem Königshaus und religösen Stätten
Immer, wenn Fernsehen, im Radio, im Kino oder auch im Freien die Nationalhymne erklingt, stehen alle anwesenden Thais auf, legen die rechte Hand auf das Herz und unterbrechen ihre Tätigkeit. Das passiert oft morgens um 8:00 Uhr und abends um 18:00 Uhr. Macht es genauso, denn auch von Ausländern wird erwartet, dass Sie zu Ehren des Königs aufstehen und Ihre Tätigkeit unterbrechen.
Die Königsfamilie wird in Thailand ganz besonders geliebt und verehrt, vermeidet daher jede kritische Bemerkung über die Königsfamilie oder beleidigendes Verhalten. Es gibt sogar ein Gesetz, das Königsbeleidigungen unter Strafe stellt. Bis zu 30 Jahre kann man dafür ins Gefängnis kommen! Und Achtung, das betrifft auch alle Dinge mit dem Konterfei des Königs. Tretet ihr beispielsweise mit dem Fuß auf einen Geldschein mit dem Bild des Königs drauf, gilt das als Majestätsbeleidigung.
Tempel und religiöse Symbole
Auch buddhistische Mönche, Buddhastatuen und andere religiöse Symbole sollten mit dem
gebührenden Respekt behandelt werden. Es versteht sich von selbst, dass Strandkleidung beim Besuch eines Tempels nicht angemessen ist. Vor dem Betreten des Inneren einer heiligen Stätte ist es außerdem Sitte die Schuhe auszuziehen. Die lasst ihr auch vor der Tür stehen, wenn ihr ein Privathaus betretet.

Kleine Besonderheiten
Bräuche und Aberglaube prägen die Menschen in allen Ländern dieser Welt, manches davon ist für ausländische Gäste überraschend. Das gilt auch für Thailand: Ihr wollt euch während des Urlaubs die Haare schneiden lassen? Dann plant ihr am besten nicht den Mittwoch dafür ein. Das bringt dem Glauben vieler Menschen nach nämlich Unglück. Viele Friseurläden sind daher an diesem Tag geschlossen.
Auch den Hausputz eures Feriendomizils solltet ihr tagsüber erledigen, sonst sieht es für eure Reisekasse düster aus. Der thailändische Aberglaube besagt, dass man nachts nicht putzen darf, weil ansonsten das Geld aus dem Haus verschwindet.
Den richtigen Ton finden
Da Thais ein sehr freundliches, höfliches und zurückhaltendes Volk sind, solltet ihr euch immer bemühen, nicht laut und ungehalten aufzutreten – auch wenn es vielleicht einmal Grund dafür gäbe. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht lässt sich das Problem bestimmt genauso klären.
A propos, in Thailand wird unentwegt gelächelt. Mit einem Lächeln kann man sich entschuldigen, sich bedanken und einen Wai-Gruß erwidern. Eine schöne Gepflogenheit! Und wenn ihr für das ein oder andere Lächeln noch Platz in euren Koffern habt, nehmt es doch einfach mit nach Hause!
Steht bei euch eine Reise nach Thailand an? Oder generell eine tolle Urlaubsreise? Dann schaut doch mal hier vorbei: SO PACKST DU NACHHALTIGER
GEFÄLLT DIR DER ARTIKEL? TEILE IHN!



